Author: Redaktion
Infoveranstaltung: KSK & Steuern
Wann: 13.06.2022, 19 Uhr
Wo: Aula der Kunsthochschule für Medien Köln
Themen: Anmeldung bei der Künstlersozialversicherung (KSK) • Mindesteinkommen in der KSK • Sonderregelungen für Berufsanfänger • Prüfung durch die KSK • Krankenversicherungsarten bei der KSK • Wann müssen Auftraggeber (sog. Verwerter) Abgaben an die KSK zahlen? • Zusätzliche Rentenversicherungen (Riester-Rente und priv. Vorsorge)
Anmeldung beim Finanzamt • Ab welcher Einkommenshöhe muss Einkommensteuer gezahlt werden? • Mehrwertsteuerregelungen • Gewinnermittlung • Steuererklärung • Laufende Geschäftsführung: Gewinn- und Verlustrechnung • Rechnungslegung und Aufbewahrungsfristen
Mit Monika Heinzelmann (Künstlersozialkasse) und Christoph Stüvel (Steuerberater).
Keine Anmeldung erforderlich, Eintritt frei
Eine Veranstaltung des Kulturwerks des BBK Köln e.V. in Zusammenarbeit mit der Kunsthochschule für Medien Köln.
Zusatztermin und individuelle Beratung:
Wann: 14.06.22, 9:30 – 12 Uhr
Wo: Matjö, Mathiasstr. 15, 50676 Köln
Das Künstler:innenverzeichnis stellt vor…
Das Künstler:innenverzeichnis hat die Initiative "kv stellt vor" ins Leben gerufen.
Monatlich wird eine Künstlerin oder ein Künstler aus dem Verzeichnis vorgestellt und auf dem eigens für diesen Zweck erstellten Instagram Account, sowie auf der Seite des Künstler:innenverzeichnis, werden Arbeiten der jeweiligen Person geteilt. Der Instagram-Account "@kv_koeln" stellt zudem 3 Posts mit zusätzlichen Informationen bereit.
Falls auch Sie Interesse haben an dieser Vorstellungsreihe teilzunehmen, wenden Sie sich gerne per E‑Mail an info@matjoe.de mit dem Betreff "kv stellt vor".
NK Doege — LOVE ME TENDER
Eröffnung: Donnerstag, 19.5.22, 19 Uhr
Laufzeit: 19.5. – 16.6.22
NK Doege — LOVE ME TENDER
Das Konzept des Ausstellungsvorhabens LOVE ME TENDER basiert auf Werken der letzten 2 Jahre.
Die ausgesuchten künstlerischen Wandarbeiten beschäftigen sich allesamt mit der Symbiose aus “Abfallprodukt” und neuerem Material, wie beispielsweise Ölfarbe oder Pigment.
Zudem spielen die unterschiedlich zusammengfügten Materialien auch mit der Kooperation zwischen Malerei und Skulptur, Gegensätze werden miteinander versöhnt: Alt und neu, hart und weich, einfach und komplex. Der Titel deutet nicht nur auf die Behutsamkeit mit der die Materialien behandelt wurden sondern eben auch auf die immerwiederkehrende Akzeptanz des jeweils Anderen.
insta: nkdoege











Fotos: Fabian Hochscheid
Dieses Projekt wurde gefördert durch:

Christoph Kilian — Dem Grund so nah
Am Ziel einer unmittelbar bevorstehenden Reise wird Christoph Kilian eine elektronische Flaschenpost in die Mitte des Bermudadreiecks werfen. An Bord eines Frachtschiffs wird die Fahrt diesseits des Atlantiks beginnen. Dem offenen Meer ausgesetzt, soll es fortan das stete Ziel der Flaschenpost sein, zu ihrem Abwurfort zurückzukehren. In Verheißung der Reise zeigt sich in der Ausstellung ein Negativraum, dem sich das Narrativ der Entstehung einer Flasche entnehmen lässt. Ein Vexierbild ihrer Schöpfung, gewährt die transparente Gießform tiefe Einblicke — viel mehr in das mythische Wesen der Erzählung, denn in die Herstellung eines Hohlkörpers.
Christoph Kilian, *1983, studierte Medienkunst an der Bauhaus-Universität Weimar sowie an der Kunsthochschule für Medien Köln. Er lebt zwischen Köln, Salzburg und Los Angeles, wo er 2014 ein Gaststudium am Art Center College of Design absolvierte sowie seit 2020 Artist-in-Residence am UCLA Art|Sci Center ist. Im medienübergreifenden Spiel und Widerstreit mit Technik konstruiert er Maschinenmärchen, die — oft an der Schwelle zur Vergeblichkeit — dem Magischen nachspüren. 2017 realisierte er das Projekt If you touch me, you'll understand what happiness is (Goethe-Institut Los Angeles) für welches er im Austausch mit Experten für experimentelle Schneephysik einen künstlichen Schneekristall erzeugte und diesen aus einer von einem Wetterballon getragenen Kühlkammer im Himmel über dem Mount Hollywood freisetzte. Derzeit arbeitet er an einer elektronischen Flaschenpost, welche er im Sommer 2022 im Zuge einer Frachtschiffreise im Bermudadreieck auswerfen wird. Der Einzelausstellung im Raum Matjö des BBK Köln folgt im Herbst 2022 eine weitere im Art|Sci Center der UCLA. Christoph Kilian ist Mitglied des interdisziplinären Netzwerks Waterbodies, welches künstlerische, wissenschaftliche und anthropologische Zugänge zu Wasser und dessen Bedeutung als ein das Schicksal der Menschheit reflektierendes Element zusammenträgt.
At the destination of an imminent voyage, Christoph Kilian will drop an electronic message in a bottle into the middle of the Bermuda Triangle. On board a cargo ship, the journey will begin on this side of the Atlantic. Exposed to the open sea, it shall henceforth be the constant goal of the message in a bottle to return to its place of departure. In anticipation of the voyage, the exhibition presents a negative space from which the narrative of the creation of a bottle can be taken. A conundrum of its creation, the transparent casting mold grants deep insights — much more into the mythical essence of the narrative than into the production of a hollow body.
Christoph Kilian, *1983, studied media art at the Bauhaus University Weimar and the Academy of Media Arts Cologne. He lives between Cologne, Salzburg and Los Angeles, where he completed a guest study program at the Art Center College of Design in 2014 and has been artist-in-residence at the UCLA Art|Sci Center since 2020. In a cross-media play and clash with technology, he constructs machine fairy tales that — often on the verge of futility — trace the magical. In 2017 he realized the project If you touch me, you'll understand what happiness is (Goethe-Institut Los Angeles) for which he created an artificial snow crystal in exchange with experts in experimental snow physics, which he released from cooling chamber carried aloft by a weather balloon into the sky above Mount Hollywood. He is currently working on an electronic message in a bottle, which he will launch in the Bermuda Triangle during a cargo ship voyage in the summer of 2022. The solo exhibition at BBK Cologne's Matjö space will be followed by another at UCLA's Art|Sci Center in fall 2022. Christoph Kilian is a member of the interdisciplinary network Waterbodies, which brings together artistic, scientific and anthropological approaches to water and its significance as an element reflecting the fate of humanity.








Gefördert durch:


Heidi Pfohl — #digitalcapturesofanaloguecameras f/2
Am 30.03.22 um 19 Uhr möchten wir Sie im Rahmen der Ausstellung #digitalcapturesofanaloguecameras f/2 zu "Die Apparative Stimme — Eine Lecture Performance über Optik und Akustik der Fotokamera" mit Heidi Pfohl und Jan Torge Claussen einladen !
Eröffnung: Donnerstag, 10.03.22, 19 Uhr
Laufzeit: 10.3. – 07.04.22
Heidi Pfohl – #digitalcapturesofanaloguecameras f/2
Die Ausstellung #digitalcapturesofanaloguecameras f/2 zeigt das seit 2019 laufende Instagram-Projekt der Künstlerin Heidi Pfohl. Analoge Kameras erhalten hier wöchentlich eine Bühne ihrer eigenen Repräsentation, zeigen sich als sachlich portraitierte Objekte, die dem Prinzip der Frontalität folgen.
Die Hashtags geben dabei genaue Informationen zu Kamera, Hersteller, Produktionsjahr, Aufnahmeformat und Gewicht. Dadurch bildet sich ein Archiv analoger Apparate, die in den Zeiten digitaler Fotografie in Vergessenheit geraten sind, jeden Dienstag jedoch mit einem neuen Instagram-Post in Erinnerung gerufen werden. Zeigen sich die Kameras dort nur für einen kurzen Moment, bevor sie in der Menge fotografischer Bilder wieder verschwinden – so bleiben sie im Ausstellungsraum als sichtbare Archivare erhalten und bilden neben dem Spiegelbild ihrer eigenen Repräsentation, die Masse des Instagram-Feeds ab. Auch hier wandert der Blick von oben nach unten, bleibt gelegentlich bei einer Kamera stehen und flaniert dann weiter…
Das Projekt #digitalcapturesofanaloguecameras von @heidipfohl wird jeden Dienstag um eine Kamera erweitert. Die Ausstellung auch.








Fotos : Copyright Fabian Hochscheid
Rückblick auf 2021 — Matjö Jahresheft
Das Ausstellungsprogramm des Matjö – Raum für Kunst gestaltet sich durch die Vorhaben, die jeden Herbst über unseren Open Call eingesendet und durch den Vorstand des BBK Köln ausgewählt werden. Abseits von der Zusammenstellung des Programms wird den ausstellenden Künstler*innen freie Hand in der Umsetzung gelassen, um den Raum als die experimentelle Freifläche zu gestalten, die er als unabhängiger Ausstellungsort sein soll.
Das Jahresprogramm des Matjö setzte sich im Jahr 2021 aus folgenden Ausstellungen zusammen :
TRABANT (Fernweh) – Martina Muck, 21.1. – 18.2.21
CYTTER – Christian Doeller, 25.2. – 25.3.21
CROLLO DI FORMA – Kriz Olbricht, 1.4 – 22.4.21
Domestic Concerns – Aram Lee & Rosa Johanna, 29.4 – 14.5.21
1:1 – Javier Klaus Gastelum & Ann-Kathrin Müller, 20.5 – 10.6.21
Resonanzboden – Aino Nebel & Tomasz Niedziółka, 17.6. – 8.7.21
sew up times – Kuratorisches Projekt von Julia Katharina Thiemann, 15.7 – 5.8.21
Tropical Depressions – Juan Blanco: 12.8. – 9.9.21
konstruktempathie — Eva-Maria Kollischan: 16.9. – 7.10.21
Achtung schwarzes Loch! — Marc Duveneck: 14.10. – 4.11.21
FOUND — Andreas Keil: 11.11. – 2.12.21
Kalter Kafka — Oliver Schuß: 9.12. – 27.1. 2022
Unser Jahresheft mit Texten und Bildern zu allen Ausstellungen 2021 ist hier als PDF zu finden, oder vor Ort bei uns in gedruckter Form kostenlos zu erwerben.
Beitragsbild : Ausstellungsansicht der Ausstellung konstruktempathie von Eva-Maria Kollischan
Ausstellungsprogramm
15. Dezember – 2. Februar: Tino Kukulies — Floating Stone
9. Februar– 16. März: Christina Kramer — My Studio is a Universe
23. März– 20. April: Hiltrud Gauf & Christiane Gerda Schmidt — Massiv
11. Mai– 22. Juni: Gonzalo Rodriguez — 0,5V 0,2mA (and other entangled stories)
3. August– 31 .August: Crème de la Deutz — Crème de la Deutz
7. September– 5. Oktober: Yoana Tuzharova
12. Oktober– 9. November: Verena Friedrich — Erbsenzähler
16. November– 14. Dezember: Britta Bogers/ Bert Didillon
21. Dezember– Januar 2024: Friedhelm Falke — Kontext mit Stillleben und Klebeband
Offene Ateliers Köln 2022











Termine Offene Ateliers Köln 2022
Schwerpunktthema diesen Jahres ist Druck, analog und digital & die Termine sind folgende:
Köln rechtsrheinisch: 9. – 11.9. 22
Köln linksrheinisch Nord: 16 – 18.9. 22
Köln linksrheinisch Süd: 23. – 25.9. 22
Entsprechend der möglicherweise im September geltenden Vorschriften zur Eindämmung der Corona Pandemie werden wir wieder konkrete Hinweise zu den Vorsichtsmaßnahmen veröffentlichen.
Wir freuen uns auf die Offenen Ateliers!
Fotos: Fabian Hochscheid
Руфина Базлова/Rufina Bazlova & ვაჟიკო ჩაჩხიანი/Vajiko Chachkhiani – sew up times
Die Ausstellung „sew up times“ präsentiert unterschiedliche künstlerische Strategien des Umgangs mit Geschichte und Geschichten sowie ihren soziopolitischen Auswirkungen in Arbeiten von Rufina Bazlova (*1990) und Vajiko Chachkhiani (*1985). Dabei gehen sie direkt und indirekt auf aktuelle politische und soziale Bedingungen ihrer Herkunftsländer Belarus und Georgien ein, für die sie eindrückliche ästhetische Formen finden.
So transformiert die belarussische Künstlerin Rufina Bazlova tagespolitische Geschehnisse in Belarus in Stickereien des traditionellen Vyschyvanka-Stils. Die mit rotem Faden handgestickten Bilder vermitteln dabei reale Informationen und Begebenheiten des Belarus-Konfliktes um die Präsidentschaftswahlen und Proteste gegen das Vorgehen amtierender Vertreter des Systems, sowie Symboliken und Atmosphären des Volksaufstandes auf künstlerische Weise.
In den einzelnen Stickereien sind unschwer verschiedene ikonische Szenen der Proteste zu erkennen. Ihre gestickten Szenen beziehen sich auf reale Begebenheiten und knüpfen somit an die Tradition der Stickkunst an, mit der weißrussische Frauen, die oftmals weder lesen noch schreiben konnten, ihr Leben festhielten und Informationen weitergaben. Nun schreibt Rufina Bazlova die politischen Ereignisse um die Wahlen in Belarus auf ihre Weise im Code der Volksstickerei ästhetisch nieder und erschafft hierdurch eindrückliche künstlerische Arbeiten.
Auch der georgische Künstler Vajiko Chachkhiani (*1985) beschäftigt sich in seinen Arbeiten mit existenziellen Fragen unseres Lebens, die sowohl politisch wie auch persönlich geprägt sind und weitreichende Auswirkungen haben können. In seinem eindrücklichen wie auch poetischen Film „Winter which was not there“ (2017) wird gezeigt, wie ein Mann die Bergung einer Betonskulptur aus dem Meer beobachtet. Die Statue sieht ihm erstaunlich ähnlich. Daraufhin befestigt der Protagonist das steinerne Abbild an seinem Auto und schleift das aus dem Wasser geborgene Ebenbild durch eine karge Landschaft hinter sich her, bis die Figur nach und nach zerbröselt und die zuvor aus dem Wasser gerettete Skulptur hierbei zerstört wird.
Während Chachkhianis Film einerseits als Metapher eines Versuchs der Befreiung von der eigenen, individuellen Geschichte gelesen werden kann, so spielt er andererseits auch gekonnt mit der Rolle von Standbildern und Statuen im öffentlichen Raum, sowie ihrer mutwilligen Zerstörung, klimatischen Verwitterung oder gar einem Bildersturm des Sturzes öffentlicher und oftmals politisch motivierter Überhöhungen Einzelner.
Hierbei kann seine filmische Arbeit mit Blick auf die aktuelle soziopolitische Situation seines Heimatlandes Georgien verstanden werden. Indirekt thematisiert Vajiko Chachkhianis die historische Entwicklung Georgiens, das im Jahr 1991 nach langem Prozess die Unabhängigkeit von der Sowjetunion erlangte. Nicht zufällig erinnert die Betonskulptur in Chachkhianis filmischem Werk an sowjetische Monumente und Herrscherstandbilder.
Der Künstler zeigt in seinem Film eindrücklich auf, wie scheinbar vergangene Geschichte(n) und historische Ereignisse das Leben und Denken vieler Menschen insbesondere in oftmals armen, postsowjetischen Gegenden noch immer prägen. Dabei tragen die Mehrdeutigkeit des Filmes und der langsame Prozess der Zersetzung des menschlichen Abbildes zur besonderen Stärke seiner Arbeit bei, die vielschichtige Lesarten eröffnet.
Rufina Bazlova, geboren 1990 in Belarus, lebt und arbeitet in Prag in Tschechien.
Vajiko Chachkhiani, geboren 1985 in Tiflis in Georgien, lebt und arbeitet in Tiflis und Berlin.
Kuratiert von Julia Katharina Thiemann
Juan Blanco – Tropical Depression
Tropical Depression ist eine Installation mit einer Reihe von Experimenten die versuchen, über den Blick auf Bilder und die Fluktuation von diesen verschiedene Kommunikations-Metasprachen zu reflektieren. Durch die Sezierung von Momenten eines meteorologischen Phänomens wird aufgezeigt, wie wir Natur und Landschaft beobachten und wie sie durch unseren Blick konstruiert wird.
In unterschiedlicher Weise finden sich in der Ausstellung sowohl gemalte als auch aus marmorierter Folie bestehende Kreisdiagramme. In einer Fotomontage aus Parteisymbolen, Wappen und Flaggen kommen Fragen nach affektiven, beinahe fetischisierten Beziehungen des Menschen zu symbolischer Komplexitätsreduzierung auf.
Die »geschichteten« Malereien der Ausstellung, in denen über einem figurativen Hintergrund verschiedene Schichten abstrakter Symbolisierung liegen, betonen die Eigenständigkeit des Visuellen gegenüber sprachlicher Vermittlung.
Trotz der Unentrinnbarkeit symbolischer Codierungen zielt Juan Blancos beständige Diskussion über diese hinaus.







Offene Ateliers 2021
Auch dieses Jahr öffnen Bildende Künstler*innen in Köln im Rahmen der Offenen Ateliers ihre Ateliers für Gäste. Dies soll Austausch, Gespräche und spannende Einblicke in die Entstehungsprozesse künstlerischer Arbeiten ermöglichen und zeigt die Mannigfaltigkeit der Kölner Kunstszene.
Thema dieses Jahres ist: "Abbildende Malerei" (gegenständlich, surreal, z.B. Landschaft, Portrait).
Die Termine dieses Jahr sind
Linksrheinisch Nord: 10.9.21 – 12.9.21
Linksrheinisch Süd: 17.9.21 – 19.9.21
Rechtsrheinisch: 24.9.21 – 26.9.21
Alle Anmeldungen und weitere Informationen zu den Teilnehmenden sind auf der Website der offenen Ateliers zu finden.
Wir freuen uns auf Sie! Foto: Atelier von Sergej Sologub
Werbematerial zu den Offenen Ateliers (Broschüren, Postkarten und Poster) können zu den Öffnungszeiten des Matjö abgeholt werden.
Hier kann das Poster als PDF heruntergeladen werden:

Atelier Helen Efe Doghor-Hötter 
Atelier Friedhelm Falke 
´Atelier Ulrike Geitel 
Atelier Gerd Hötter 
Atelier Michael Recht 
Atelier Michael Recht 
Atelier Michael Recht 
Atelier Trash Treasure 
Atelier Nicolai Konstantinovic 
Atelier Elisabeth Schink
Bilder des 1. Wochenende, fotografiert von Fabian Hochscheid
Aino Nebel & Tomasz Niedziółka – Resonanzboden
Was man in Köln, aus dem Osten kommend, vermisst, sind Fußböden aus Holz.
Die hier – wie im Matjö – vorhandenen Kachelböden sind hart, kalt und tonlos. Ein Holzboden dagegen schwingt, knarrt, nimmt einen auf.
Um uns zu verorten, werden wir im Matjö einen Holzboden einbauen.
Der Boden wird nicht den ganzen Raum ausfüllen, sondern nur als Fragment oder Zitat in Erscheinumg treten. Auf diese Weise wird der Boden zu einer Art Floß, einer Insel, und die ursprüngliche Idee eines Bodens – Festigkeit, Ortsgebundenheit –kippt. Durch den Hohlraum wird der Boden auch zum Resonanzkörper. Jeder Schritt darauf wird reflektiert, man hört sich gehen, spürt sich selbst. Das ist der Ausgangspunkt für alles Weitere. Der Boden bildet die Basis, ermöglicht Ideen, ist buchstäblich Ausgangspunkt für die nächsten Schritte.
http://www.ainonebel.de/ http://tomaszniedziolka.com/
© Fabian Hochscheid
Aram Lee & Rosa Johanna — Domestic Concerns
For this duo exhibition Aram Lee (NL / KOR) and Rosa Johanna (NL) collaborated in a project called “Domestic Concerns“, which started with researching about the collapse of the building holding the “Historisches Archiv der Stadt Köln” in 2009.
Two thirds of the archival material did survive the collapse of the building, however more than 30km of archival material was inaccessible after the collapse. Local communities have been highly involved and concerned about the conse-quences of the collapse.
Independent groups of artists, architects, authors, committed citizens and local initiatives have been making an effort to find ways to make the former site to a space of collective memory. With much archival material being destroyed or inaccessible, the world famous archive building in the Severinstraße by architect Fritz Haferkamp had a special photo cellar that securely saved particular photo material. Together with the fire brigade, the “Historisches Archiv der Stadt Köln” was able to rescue this archival material from the special photo cellar. After an intensive correspondence with the Historisches Archiv der Stadt Köln, five surviving images from the photo cellar were digitally sent to Aram Lee and Rosa Johanna.
These 5 images are photographs of a sculpture in the Rheinpark, Cologne, titled “Huiselijke Zorgen” (Domestic Concerns) by the Dutch artist Rik Wouters. The sculpture is a woman figure with crossed arms, head slightly bent forward, thoughtful. The project traces a historical passage of the statue’s intermediate presence in the Rheinpark since 1957 and in the archive. The images of the statue survived the 2009 disaster in the photo cellar and were rescued and cared for by archivists. The material reality of the statue and its image have been interwoven with an ongoing layered contemporary (hi)story.
In the exhibition ‘Domestic Concerns’ historical sequences of the archival object are shaped as a cinematographic conception an associative movement, contemplated image essay by 270 moving sequence shots as score, as performance, gradually connected, allowing issues of the collapse of collective memories and archival image’s mediations, an engagement of elaborating, constellating images of place and time like a daydream.
The separately printed sequential images include 3 layers of red, blue and green riso colors. The layers allow to reconstruct time and space in an open duration. The edited sequential images constitute a film sequence, it generates the shaken movement of the statue and the landscape.
By transferring the archival images into cinematic spaces and into the present time, the images become a performance of histories and of tangible social memories. What forms of remembrance are needed in today‘s Cologne after the archive‘s collapse? How can we imagine the shape of collective memories together in a process of remembering, forgetting or caring?
The reproduction and publication of this archival material is permitted by the Historische Archiv der Stadt Köln. All material is protected under copyright by the City of Cologne.

The exhibition is kindly supported by Mondriaan Fund
Javier Klaus Gastelum & Ann-Kathrin Müller – 1:1
Das Verhältnis zwischen Raum und Bild bildet den Ausgangspunkt der Ausstellung 1:1 im Matjoe, Raum für Kunst. Während Javier Klaus Gastelum den Ausstellungsraum zum Ausgangspunkt nimmt, um über die räumlichen und architektonischen Bedingungen des Ausstellens zu reflektieren, ist es bei Ann-Kathrin Müller das fotografische Bild, durch welches das Verhältnis zwischen dem was wir sehen und dem umgebenden, gebauten Raum auf die Probe gestellt wird. Im Zusammenspiel der beiden Arbeiten eröffnet sich ein Diskurs um die Rezeptions- und Repräsentationsbedingungen fotografischer Bilder sowie um die räumlichen und architektonischen Zusammenhänge des Ausstellens selbst.
Arbeiten von Javier Klaus Gastelum waren zuletzt unter anderem in der Baumwollspinnerei Leipzig, im Kunsthaus Essen, Museum Folkwang UG und im Akku Stuttgart zu sehen. Er studierte an der Folkwang Universität der Künste, Essen und ist Meisterschüler bei Ricarda Roggan an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart. Ann-Kathrin Müllers Arbeiten wurden unter anderem im Kunstmuseum Stuttgart, in der Staatlichen Kunsthalle Baden-Baden und im EIGEN+ART Lab Berlin ausgestellt. Sie studierte an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart und war Meisterschülerin bei Ricarda Roggan
Der Besuch der Ausstellung ist nach vorheriger Terminbuchung wieder möglich!
Laufzeit: 20.5 – 10.6.21
Kriz Olbricht — CROLLO DI FORMA
CROLLO DI FORMA, wörtlich übersetzt mit Zusammenbruch der Form, weckt Assoziationen an Raum und Leere. Leere meint hier vor allem die Erinnerung an etwas Dagewesenes. Den Resonanzraum, den ein Objekt hinterlässt, nachdem es entfernt wurde, oder eine Person, nachdem sie gegangen ist.
Raum und Leere greifen das Werk von Olbricht universal. Seine Setzungen, seien sie transportabel oder in situ, kommen mit wenigen Materialien und formalen Mitteln aus. Seine Formen verlangen nach einer Entsprechung, nach einem Äquivalent im Raum. Sei es sich auf eine andere Form oder Person beziehend, oder sich ins Verhältnis zu räumlichen Dimensionen verhaltend. Olbricht verhandelt somit einen komplexen, dialogischen Prozess, an dem wir als Betrachter*innen visuell und körperlich partizipieren können.
Text von Benjamin Suek
© Kriz Olbricht
© Fabian Hochscheid
Das Matjö im Jahr 2021
Wir freuen uns auf ein Ausstellungsjahr, das anders als 2020, hoffentlich lückenlos bleibt! Auf Vernissagen, Finissagen, auf Kunst, die endlich wieder gesehen werden kann.
TRABANT (Fernweh) – Martina Muck, 21.1. – 18.2.21
CYTTER – Christian Doeller, 25.2. – 25.3.21
CROLLO DI FORMA – Kriz Olbricht, 1.4 – 22.4.21
Domestic Concerns – Aram Lee & Rosa Johanna, 29.4 – 14.5.21
1:1 – Javier Klaus Gastelum & Ann-Kathrin Müller, 20.5 – 10.6.21
Resonanzboden – Aino Nebel & Tomasz Niedziółka, 17.6. – 8.7.21
sew up times – Kuratorisches Projekt von Julia Katharina Thiemann, 15.7 – 5.8.21
Tropical Depressions – Juan Blanco: 12.8. – 9.9.21
Eva-Maria Kollischan: 16.9. – 7.10.21
Marc Duveneck: 14.10. – 4.11.21
Andreas Keil: 11.11. – 2.12.21
Oliver Schuß: 9.12. – Jan. 2022
Hier finden Sie einen Rückblick auf das Jahr 2020
Unser Jahresheft von 2020 fasst die Ausstellungen und Aktivitäten des vergangenen Jahres zusammen. Es ist hier als PDF-Download verfügbar. Wenn das Matjö pandemiebedingt wieder öffnen kann, ist es ebenfalls als gedrucktes Heft kostenlos erwerbbar.
Martina Muck – Trabant (Fernweh)
Das Gerippe eines Lampenschirmes dreht sich langsam im Raum und wirft seinen Schatten auf eine große quadratische Stoffbahn. Der Betrachter kann vorm Schaufenster das Entstehen des Schattenbildes mit seinen einfachen Elementen entdecken und unmittelbar erfahren. Der Transformationsprozess von Schatten und Objekt hat eine hypnotische Wirkung… und lädt ein, eintauchend in die ruhigen Schattenbewegungen, Momente der Selbstvergessenheit zu erleben.
„… Muck betreibt unaufdringlich eine optische Emanzipation des Schattenraums von seinem Zustand des Übersehenwerdens. Ob es flüchtige Flecken Licht oder fließende dunkle Folien sind, die sich über hintergründige Wirklichkeiten bewegen — ganz gleich — Mucks Kinetiken gelingt es Momente bewegter Stille zu animieren: poetisch und von einer kitschbefreiten Ästhetik lichter Dunkelheiten im realen Raum-Zeit-Kontinuum — präzisionsgeleitete Freiheiten grafischer Kompositionen, die immer vergehen, immer kommen und niemals bleiben. Immer.“
Ruppe Koselleck, Künstler, Kurator
Eröffnung der Ausstellung: 21.1.21
Laufzeit: 21.1.21 – 18.2.21
Die Ausstellung wurde für den Schaufensterraum des Matjö konzipiert und kann dort ab dem 21.1.2021 täglich von 16 – 1 Uhr betrachtet werden.
Rückblick auf 2020
Das Ausstellungsprogramm des Matjö – Raum für Kunst gestaltet sich durch die Vorhaben, die jeden Herbst über unseren Open Call eingesendet und durch den Vorstand des BBK Köln ausgewählt werden. Abseits von der Zusammenstellung des Programms wird den ausstellenden Künstler*innen freie Hand in der Umsetzung gelassen, um den Raum als die experimentelle Freifläche zu gestalten, die er als unabhängiger Ausstellungsort sein soll.
Für das Ausstellungsjahr 2020 bewarben sich 120 Künstler*innen, mit denen zunächst ein Jahresprogramm mit neun Ausstellungen gestaltet wurde.
Durch die Außnahmesituation der ab März 2020 auch in Deutschland wütende COVID-19 Pandemie, musste dieser Plan im Jahresverlauf jedoch einige Änderungen aushalten: Die Ausstellungen von Oliver Schuß, geplant für Frühjahr 2020 und von Christian Doeller, geplant für Dezember 2020 mussten in das Jahr 2021 verschoben werden. Die als raumfüllend und multimedial konzipierte Ausstellung “Cherry Picking Paradise” von Sara Hoffmann wurde auf eine schaufensterfüllende und somit von der Straße aus sichtbare Videoarbeit reduziert.
Abseits des eigenen Ausstellungsprogrammes bedingte COVID-19 und die als Reaktion auf das Virus gezogenen Vorsichtsmaßnahmen auch die Themen, mit denen sich Künstler*innen an den BBK Köln wandten: Das Verstehen und Bewerben um Förderprogramme, wegfallende Ausstellungsmöglichkeiten und drohende Finanzierungsprobleme waren omnipräsente Themen für das Matjö-Team.
Von der COVID-19 Pandemie noch verschont wurde die Ausstellung Update Cologne#3, die am 1. März 2020 Finissage feiern konnte. Arbeiten der Künstlerin Doris Frohnapfel und des Künstlers Jon Shelton wurden in einer Doppelausstellung in den Kunsträumen der Michael Hornbach Stiftung gezeigt.
Seit 2018 fungiert das Kulturwerk des BBK als Träger der Ausstellungsreihe Update Cologne. Update Cologne widmet sich Kölner Künstler*innen ab 50 Jahren, deren Arbeiten in den vergangenen Jahren – mangels geräumiger Ausstellungslokalitäten – vor Ort selten gezeigt wurden, die aber schon über einen langen Zeitraum kontinuierlich in Köln tätig sind. Als Partner konnte das 2017 vom Kulturamt der Stadt Köln mitinitiierte Projekt die Michael Horbach Stiftung gewinnen, die über 300 Quadratmeter in ihren großflächigen Kunsträumen in der Wormser Straße 23 an Update Cologne vermietet. Die Ausstellungsreihe wird kontinuierlich von Kulturamt der Stadt Köln gefördert sowie von jährlich wechselnden Förderern zusätzlich finanziell unterstützt.
Erstmals wurden 2019/20 in Köln 15 „Recherche- und Arbeitsstipendien Bildende Kunst der Stadt Köln” vergeben, die im Zuge der individuellen Künstler*innenförderung mit Mitteln der Stadt Köln ausgestattet und die vom Kulturwerk des BBK Köln e.V. ausgeschrieben werden. Das Konzept wurde im Laufe des Jahres vom Kulturamt und dem Kulturwerk des BBK – in Abstimmung mit dem Netzwerk AIC – ausgearbeitet.
Die Vergabe an 11 Künstler*innen, einem Künstlerinnenduo und 2 Kurator*innen unterstütze diese in ihren sehr diversen künstlerischen Vorhaben. Vom Stand der Umsetzung berichteten die Stipendiat*innen auf der Abschlussveranstaltung, die am 16. Juli in der Temporary Gallery in Köln stattfand. Diese neuer Weg der individuellen Künstler*innenförderung stieß in der Kölner Kunstszene auf durchweg positive Reaktionen, weswegen wir dieses Stipendium, nun in zweiten Ausschreibungsrunde, gerne weiterhin organisatorisch begleiten.
Das Kulturwerk mit dem Matjö – Raum für Kunst sieht sich in der Verantwortung weiterhin als Schaufenster und Sprachrohr in die Öffentlichkeit, zur Politik und Verwaltung, aber auch Kommunikationsweg zur Szene zu sein. Wie wichtig kulturpolitische Arbeit, Vernetzung und kurze Kommunikationswege sind, zeigt der Umgang mit einer Pandemie. Dass künstlerische Arbeit auch außerhalb der eigenen Szene nicht als schöner Zeitvertreib, sondern als Arbeit angesehen und die Lebensrealität von Künstler*innen verstanden wird, benötigt aktive Lobbyarbeit.
Aber auch abseits der Herausforderungen, die diese nach Vergleichen vergeblich suchende Situation stellte und stellt, geht kulturpolitische Arbeit an “normalen Ecken” weiter. Bei dem Erarbeiten neuer Förderkonzepte, der Umsetzung des Kulturentwicklungsplans, in der Mitarbeit im Atelierbeirat oder bei der Konzipierung des zukünftigen Atelierförderkonzeptes, im Kunstbeirat oder bei Szeneberichten wirken die Vertreter des Kulturwerks aktiv mit. Das Kulturwerk des BBK Köln e.V möchte weiterhin eine zuverlässige, kontinuierliche Anlaufstation und Servicestelle sein, die das berufsspezifische Wissen – z. B. zu Fördermöglichkeiten, Kooperations- und Ausstellungsmöglichkeiten, zur Künstlersozialkasse, zu Steuerfragen oder zur Kulturpolitik – sowie die Erfahrungen sammelt, bewahrt, aufbereitet und weitergibt.
Unterstützt wurden die Aktvitäten durch das Kulturamt der Stadt Köln und durch die Kunstförderer Köln e.V.
Allen Förderern, Kooperationspartnern und Künstler*innen unseren sehr herzlichen Dank für das sehr spannende Projektjahr 2020!
Kulturwerk des BBK Köln e.V.
Unser Jahresheft mit Texten und Bildern zu allen Ausstellungen 2020 ist hier als PDF zu finden, wenn das Matjö wieder öffnen kann, kann es auch in gedruckter Form kostenlos erworben werden:
Foto: Ohne Sorge, Videoarbeit von Sara Hoffmann
Christian Doeller – CYTTER
Wie sehen Maschinen die Welt?
In seinem künstlerischen Forschungsprojekt CYTTER beschäftigt sich Christian Doeller mit der Frage, wie Sensoren, Datenfilter und digitale Produktionsverfahren den Blick auf uns und unsere Umwelt verändern.
Ein wesentlicher Teil des Projekts ist das CYTTER Datenlabor: ein Datenlabor, in dem Menschen, Algorithmen und Maschinen an digitalen Übersetzungen von physischen Gegenständen arbeiten. Scanner, Fräsen, Zeichenmaschinen, Programme und manuelle Reproduktionsverfahren bilden einen Kreislauf, in dem Gegenstände und deren Darstellungen beliebig oft kursieren können und dabei unvorhersehbare Verwandlungen erfahren – eine Art »digitale Stille Post«.
Für seine Ausstellung im MATJÖ wird das Labor erstmals selbst zum Hybrid digitaler und physischer Prozesse. Vom 18. Februar bis zum 14. März 2021 sind Besucher*innen eingeladen, einen Gegenstand per Post an das CYTTER Datenlabor zu schicken, um ihn gegen seine digital veränderte Version einzutauschen. Alle Übersetzungsschritte werden online in Echtzeit aktualisiert, finale Ergebnisse werden nach Abschluss der Übersetzung per Post an die Teilnehmer*innen geschickt.
Weitere Einblicke in die Geschehnisse vor Ort erhalten Sie auf der Website des Labors und im Livestream des Rahmenprogramms. Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!
http://datalab.christiandoeller.de/
Rahmenprogramm:
Kurze Einleitung in das CYTTER Datenlabor, Livestream, 25. Februar, 21:00 Uhr
Open Lab (Q&A), Livestream, 11. März, 19:00 Uhr
CYTTER.datalab in Concert, Livestream, 25. März, 21:00 Uhr
Laufzeit: 25.2. – 25.3.21
Die Ausstellung wird zusätzlich gefördert durch die Stiftung Kulturwerk der VG Bild Kunst.



















































