Franz Baumgartner — über Wasser

Eröff­nung: Do. 05.02.2026, 19 Uhr

Laufzeit: 05.02. – 12.03.2026


Ob es nun das Meer ist, mit seiner anbran­denden, sich stetig erneu­ernden Wieder­kehr des ewig Gleichen, oder der Rhein, wie er im Winter­dunst nach Lever­kusen abfließt; immer ist da der Wunsch das nicht Greif­bare in Malerei festhalten zu wollen. Wasser­bilder sind immer wieder sehnsuchts­volle Parado­xien, fix machen zu wollen, was zerfließt.

http://​franz​-baumgartner​.net

Ausstel­lungs­pro­gramm 2026

bis 29.1.26 Camilo Sandoval — to become a snake
5.2. – 12.3.26 Franz Baumgartner — über Wasser
26.3. – 23.4.26 Pai Litzen­berger
7.5. – 3.6.26 Suse Itzel — Recht­spre­chungs­da­ten­bank NRWE
18.6. – 12.7.26 Emily Xylander, Jomka, Louis Tayeboun, Wenzel Rehbach
07.26 KHM-Rundgang
6.8. – 3.9.26 Dorothee Joachim

10.09. – 15.10.26 Liza Dieck­wisch + Kathrin Graf – vanilla velvet dreams and crispy clouds
29.10. – 26.11.26 Yeil Joo
10.12. – 21.01.27 Ye Qian

Termin­än­de­rungen vorbehalten.

Camilo Sandoval — to become a snake

Eröff­nung: Do. 11.12.2025, 19 Uhr

Laufzeit: 11.12.2025 – 29.01.2026

To become a snake“ ist ein ritual­ähn­li­ches, kakopho­ni­sches und farben­frohes Video­spiel für einen einzelnen mensch­li­chen Spieler. Umgeben von einer Kohorte sich metamor­pho­sie­render Charak­tere wird der Spieler dazu einge­laden, Schritt für Schritt seine mensch­liche Gestalt aufzu­geben und die Gestalt einer Schlange anzunehmen. Der Prozess wird von all denen begleitet, die diesen Weg bereits zuvor gegangen sind. Nichts garan­tiert eine erfolg­reiche Trans­for­ma­tion, aber es ist auf jeden Fall einen Versuch wert.
In einer Welt, die sich immer mehr wie eine selbst­ver­schul­dete Falle anfühlt, einer Welt, in der Bedeu­tung schwer fassbar wird, in der Abstrak­tion dazu dient, Emotionen zu verschleiern und zwischen­mensch­liche Inter­ak­tionen zu behin­dern, brauchen wir Wege, um zu uns selbst zu finden. Die Menschen fühlen sich fremd. Um durch diesen „dunklen Wald“ voller segre­gierter Gesell­schaften und isolierter Indivi­duen zu navigieren, können wir uns genauso gut in ein Wesen verwan­deln, das für eine derart raue Umgebung besser gerüstet ist. Von unserem Schlan­gen­stand­punkt aus können wir die Mensch­heit gut betrachten, uns von unseren Gewohn­heiten und Formen distan­zieren und sehen was wir tun und vor allem, warum wir es tun. Eine refle­xive Disso­zia­tion gegen aufge­zwun­gene Ängste.
Eine Schlange zu werden bedeutet, unser fragmen­tiertes Selbst zu überbrücken.


EN — “to become a snake” is a rite-like, cacopho­nous and colorful video game for a single human player. Surrounded by a cohort of metamor­pho­sing charac­ters, the player is invited to, step by step, abandon their human form and inhabit a snake form. The process is accom­pa­nied by all those who have previously under­taken this path. Nothing assures a successful trans­for­ma­tion, but it is for sure worth trying it.
In a world that feels more and more like a self-vaticinated trap, a world where meaning becomes elusive, where abstrac­tion is used to obscure emotion and obstruct inter­per­sonal inter­ac­tions, we need ways to find ourselves. People feel alien. To navigate this “dark forest” full of segre­ga­tive socie­ties and isola­ting indivi­duals we may as well shape-shift into a being who is better equipped against such a coarse environ­ment. From our snake vantage point we can take a good look at humanity, to distance us from our ways and forms and see what we do and above all why we do it. A refle­xive disso­cia­tion against imposed fears.
To become a snake is to bridge out our fragmented selfs.

https://​www​.luuren​srhein​.de/​t​o​-​b​e​c​o​me-a-snake

Open Call Matjö 2026

Der Open Call ist geschlossen.

Bewer­bungen sind ausschließ­lich über das Formular auf unserer Webseite möglich.

Bewer­bungs­zeit­raum: 15.10. – 14.11.25.

Die Ausschrei­bung richtet sich vorrangig an visuelle Künst­le­r*innen, sparten­über­grei­fende Projekte sind ebenfalls willkommen. Die Ausstel­lungen laufen in der Regel 4 Wochen. Auch kürzer angelegte Projekte sind willkommen.

Künstler*innenhonorare und Zuschüsse zu den Ausstel­lungs­kosten können gezahlt werden.

Bei Fragen wenden Sie sich gerne an: info@​matjoe.​de

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Appli­ca­tions are only possible via the form on our website.

Appli­ca­tion period: 15.10. – 14.11.25

The call is prima­rily aimed at visual artists, cross-disciplinary projects are also welcome. Exhibi­tions usually run for 4 weeks. Shorter projects are also welcome.
Artists' fees and subsi­dies towards exhibi­tion costs will be paid.

If you have any questions, please contact: info@​matjoe.​de


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Bitte keine Umlaute im PDF Namen benutzen.

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Hier einige Bilder von unserem Ausstel­lungs­raum. Wenn Sie den Raum vor einer Bewer­bung sehen möchten, können Sie gerne zu unseren Öffnungs­zeiten vorbeikommen!

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Here are some pictures of our showroom. If you would like to see the room before applying, you are welcome to drop by during our opening hours!

Recherche- und Arbeitsstipendien

Recherche- und Arbeits­sti­pen­dien Bildende Kunst der Stadt Köln 2025/26

Der Open Call ist bereits geschlossen.

Zum siebten Mal in Folge schreibt die Stadt Köln die Recherche- und Arbeits­sti­pen­dien Bildende Kunst aus. Mit dem Förder­instru­ment unter­stützt die Stadt profes­sio­nelle Kölner Künstler*innen und Kurator*innen dabei, sich ohne wirtschaft­li­chen Druck auf indivi­du­elle künst­le­ri­sche Projekte zu konzentrieren.
Die Stipen­dien sind Teil der indivi­du­ellen Künst­le­rin­nen­för­de­rung und werden aus städti­schen Mitteln finan­ziert. Die Organi­sa­tion und Durch­füh­rung der Ausschrei­bung übernimmt das Kultur­werk des Bundes­ver­bandes Bildender Künstler (BBK) Köln e.V. auf Beschluss des Rates der Stadt Köln.
Zehn Stipen­dien werden vergeben:
– Fünf Stipen­dien für den Zeitraum November bis Dezember 2025
– Fünf Stipen­dien für den Zeitraum März bis April 2026
Die Förder­höhe beträgt jeweils 5.300 Euro, ausge­zahlt in zwei monat­li­chen Raten zu je 2.650 Euro. Bewerber*innen können bei der Antrag­stel­lung ihren bevor­zugten Förder­zeit­raum wählen. Die Stipen­dien werden gleich­zeitig ausge­schrieben und juriert.

Weitere Infos unter: https://​recher​che​sti​pen​dien​-koeln​.de/

Ulf Neumann — Am Boden

Eröff­nung: 30.10.2025, 19 Uhr

Laufzeit: 30.10.– 27.11.2025

Abschluss­ver­an­stal­tung mit frischem, selbst gebackenem Brot, Salz, Olivenöl und Butter: 23.11.2025, 16 Uhr 

Am Boden
Am Boden des Matjö entfaltet sich eine in Fliesen geglie­derte Skulptur. Sie greift Muster, Linien und Struk­turen des öffent­li­chen Raums auf und beschreibt diesen als ein System

von Zeichen, das Bewegungen ordnet und lenkt. Während Gebäude Abstand zuein­ander halten, treffen auf dem Boden die verschie­denen Sphären der Stadt unmit­telbar aufein­ander – Reprä­sen­ta­ti­ons­orte gehen über in Verkehrs­flä­chen, öffent­liche, in private Räume, gepflegte in vernach­läs­sigte Zwischenzonen.

Der städti­sche Boden bildet ein intuitiv lesbares Geflecht, das Geschwin­dig­keiten, Verkehrs­mittel und Verhal­tens­weisen regelt und vonein­ander abgrenzt. Über die Fliesen verteilt sich ein Relief das zwischen großmaß­stäb­li­chen städte­bau­li­chen Struk­turen und Details des urbanen Raums springt.

Ergänzt wird die Skulptur durch zwei Videos: Eine Fahrt mit dem Fahrrad durch die Stadt, einmal mit dem Blick auf den Boden, einmal mit der Kamera senkrecht nach oben gerichtet. Ereig­nisse außer­halb des Bildfelds deuten sich in Geräu­schen, Spiege­lungen und Fragmenten von Archi­tektur und Infra­struktur an. Durch die Verschie­bung der Perspek­tive rücken die Ränder des Stadt­raums ins Zentrum der Wahrneh­mung und öffnen den Blick für ihre Beschaffenheit.

Credit: Ulf Neumann VG Bildkunst

www​.ulf​-neumann​.com

instsagram: @ulf__neumann


Seit 2010 freischaf­fend in Köln tätig

2004/2005 Meister­schüler von Prof. Meuser

1999/2004 Studium der Freien Malerei/ Grafik an der Staat­li­chen Akademie der bildenden Künste Karls­ruhe bei Prof. Meuser 2004

1998/1999 Studium der neueren deutschen Literatur u. Philo­so­phie in Tübingen


Offene Ateliers 2025

INFO: Ab Mittwoch, 03.09.2025, können Sie im Matjö (Mathi­as­straße 15, 50676 Köln) Werbe­ma­te­rial für die Offenen Ateliers 2023 abholen.

Zur Verfü­gung stehen die Broschüre mit allen Adressen sowie Poster in den Formaten A1 und A3.

Das Matjö ist mittwochs und donners­tags jeweils von 14 bis 18 Uhr geöffnet.


Auch in diesem Jahr finden die Offenen Ateliers Köln statt und wir möchten Sie herzlich zur Teilnahme einladen! 

Vom 1. bis 30. Juni 2025 können Sie sich online unter https://​www​.offene​-ateliers​-koeln​.de/ anmelden, dort können auch Abbil­dungen aktueller Arbeiten hochge­laden werden. Diese dienen der Präsen­ta­tion im digitalen Atelier­ver­zeichnis und unter­stützen Inter­es­sierte bei der Auswahl der Ateliers, die sie besuchen möchten.

Die Veran­stal­tungs­ter­mine 2025 sind wie folgt:

Rechts­rhei­nisch: 12. bis 14. September 2025

Links­rhei­nisch Nord: 19. bis 21. September 2025

Links­rhei­nisch Süd: 26. bis 28. September 2025

Weitere Infor­ma­tionen finden Sie auf Insta­gram @offeneateliers_koeln oder auf der Projekt-Webseite unter https://​www​.offene​-ateliers​-koeln​.de/

Nieves de la Fuente — None but Devils…

Eröff­nung: Do. 18.09.2025, 19 Uhr

Laufzeit: 18.09. – 16.10.2025

Finis­sage: 16.10.2025, 19 Uhr

"Die Landschaft wird durch den Blick konstru­iert. Der Blick gleitet von oben über sie hinweg – ohne die Referenz einer Karte, die inzwi­schen unkennt­lich geworden ist, oder eines Kompasses, der ins Nichts weist.

Die Landschaft wird durch einen Blick konstru­iert, der den Körper des Helden verlassen hat. Dieser entkör­perte Blick wird von der Landschaft nicht verstanden, die – ahnungslos – Pflanzen, Büsche und Hasen verspätet auf der Bildfläche erscheinen lässt.

Die Landschaft verwan­delt sich in eine Karte und zeigt uns ihre Ränder – Ränder, von denen der Held in einer Endlos­schleife fällt, während er alle Arten von verlas­senen Objekten in einer Welt sieht, die auf einer trüben Wasser­schicht ruht.

None but Devils…" richtet den Fokus auf das, was zurück­ge­lassen wurde – nicht auf das, was in den Vorder­grund gerückt ist. Die männliche Helden­figur aus The Witcher 3, obwohl zentrale Figur der Erzäh­lung, bleibt in der Video­ar­beit zurück. Er kämpft seine Schlachten an der Oberfläche der Landschaft, während darunter verges­sene Objekte aus früheren Schichten der Geschichte den Blick umlenken – hin zu Behäl­tern, Werkzeugen und stiller Anhäu­fung: der Sammlung dessen, was übersehen wird.


Es entsteht eine Archäo­logie des Ausran­gierten, die nicht auf Fortschritt und Sieg beruht, sondern auf Spur, Verlust und Wiederentdeckung.

Diese kriti­sche Verschie­bung lenkt die Aufmerk­sam­keit weg von der linearen, zielge­rich­teten und kampf­ori­en­tierten Helden­reise – hin zu einer Erzähl­weise, wie sie Ursula K. Le Guin in ihrer Carrier Bag Theory of Fiction beschreibt. Die Instal­la­tion selbst wird zu einer Art Trage­ta­sche: Sie hält und zeigt das Randstän­dige, das Nicht-Heroische.

Ebenfalls nicht helden­zen­triert ist die Darstel­lung der Landschaft off bounds – also weit außer­halb der für das Spiel program­mierten Pfade. Jenseits dieser Grenzen ist die Landschaft gebro­chen; die Farben der Welt wirken eindi­men­sional, fast unsichtbar für den entkör­perten Blick. Und so, wenn wir in diesem Terrain in ein „Rabbit Hole“ fallen, sehen wir den Himmel von unten – und erkennen, dass die digitale Welt des Helden auf einem Spiegel­ka­bi­nett ruht.”

www​.nieves​del​a​fuente​.com

Javkhlan Ariunbold & Jörg Kratz — Trees and Seven Suns

Laufzeit: 07.08. — 04.09.2025

Eröff­nung: 07.08.2025, 19 Uhr 

Trees and Seven Suns‘ handelt von der Ordnung der Welt.

Ein mongo­li­sches Märchen erzählt von der Frühzeit der Welt, in der sieben Sonnen die Erde in eine heiße Ödnis verwan­deln. Ein Held schießt sechs der Sonnen mit seinen Pfeilen ab, die siebte verfehlt er. So stellt er die Ordnung und das Gleich­ge­wicht auf der Erde her und weil sich die verblie­bene Sonne nachts hinter einem Berg vor dem Helden versteckt, entsteht der Wechsel von Tag und Nacht.

Die Vorstel­lung vom Welten­baum als Sinnbild für die Archi­tektur der Welt steht für den kosmi­schen Übergang vom Chaos zur Ordnung. Im Schama­nismus stellt er die Verbin­dung zur Geister­welt her. Der Baum des Lebens und der Baum der Erkenntnis im Judentum und im Chris­tentum haben ihre Vorläufer im kelti­schen Lebens­baum und im nordi­schen Yggdrasil. Als Wohnort von Geistern gelten Bäume im Volks­glauben vieler Kulturen. Immer stellen sie auch eine Verbin­dung zwischen der Erde und dem Himmel her, symbo­li­sieren das Leben und die Erneue­rung und fungieren als Mittler zwischen den Welten.

Javkhlan Ariunbold wurde 1990 in Ulaan­baatar / Mongolei geboren und nach dem Studium an der Kunst­aka­demie Münster schloss sie 2024 ihr Postgra­du­ier­ten­stu­dium an der Kunst­hoch­schule für Medien in Köln ab. Jörg Kratz wurde 1987 in Haan geboren und studierte an der Kunst­aka­demie Münster. Beide leben und arbeiten in Köln. Seit 2017 entstehen gemein­same Arbeiten und Ausstel­lungen, die Konzepte aus dem zentral­asia­ti­schen Raum mit westli­chen Ansätzen verweben und die über die Zusam­men­hänge zwischen Wahrneh­mung, Erinne­rung und dem Umgang mit der Natur nachdenken, die aber auch das geheime Walten von Natur­kräften und die Rolle des Menschen darin reflektieren.

Artikel zur Ausstel­lung: https://​www​.kivvon​.com/​d​e​/​k​o​e​l​n​/​m​y​t​h​e​n​r​a​u​m​-​w​a​l​d​-​k​u​n​s​t​r​a​u​m​-​m​a​t​j​o​e​h​-​z​e​i​g​t​-​a​r​b​e​i​t​e​n​-​v​o​n​-​j​a​v​k​h​l​a​n​-​a​r​i​u​n​b​o​l​d​-​u​n​d​-​j​oerg-kratz

Rundgang der KHM

Die KHM eröffnet den diesjäh­rigen Rundgang mit einem Festpro­gramm zu ihrem 35-jährigen Bestehen.

Vom 16. bis 20. Juli 2025 besteht eine der besten Möglich­keiten, die Kunst­hoch­schule für Medien Köln, ihre Studie­renden und Absolvent*innen mit deren künst­le­ri­schen Projekten aus den unter­schied­li­chen Studi­en­schwer­punkten der „Medialen Künste“ kennen­zu­lernen. Das Matjö ist als "Satellit" dabei und präsen­tiert eines dieser Projekte. 

Detail­lierte Infor­ma­tionen ab Anfang Juli unter https://​www​.khm​.de/​R​u​n​d​gang_2025/


Bei uns im Matjö zeigt Dora Cohnen ihre Diplom­ar­beit "Unord­nung und Sicherheit"

Laufzeit: 16 – 20.07.2025, 14 – 20 Uhr

Im Gefängnis gibt es kaum Besitz und keine Privat­sphäre. Die Arbeit „Unord­nung und Sicher­heit“ unter­sucht, wie man in dieser Umgebung persön­li­chen Ausdruck findet. 


Regie, Kamera: Dora Cohnen
Sound: Serafin Schwe­i­nitz
Deutscher Titel: Unord­nung und Sicher­heit
Engli­scher Titel: Security
Jahr: 2025
Material: 16 mm, digita­li­siert
Laufzeit: 17:30 min

Winter­pause

Das Matjö bleibt vom 19.12.25. – 06.01.2026 geschlossen. In dieser Zeit sind wir auch per E‑mail nur spora­disch erreichbar.

Ab dem 07.01.2026 sind wir wieder wie gewohnt Mi + Do von 14 — 18 Uhr vor Ort.

SEYLEE — split. split. splash! split.

Eröff­nung: 05.06.2025, 19 Uhr

Laufzeit: 05.06.2025– 03.07.2025

Finis­sage: 03.07.2025, 19 Uhr

SEYLEEs fortlau­fendes Projekt mit dem Titel "arrange and rearrange study" ist eine formale Unter­su­chung zur Dekon­struk­tion und Neukon­fi­gu­ra­tion von Formen und Struk­turen, die bisher inner­halb einer Logik geome­tri­scher Regeln entwi­ckelt wurde.

Dieses Mal jedoch liegt der Ausgangs­punkt in einer visuellen Sprache, die deutlich impul­siver und emotio­naler wirkt – Bilder von Sprit­zern, Verläufen, Flecken und Spuren, die spontan wirkende Gesten hervorrufen.

Für SEYLEE jedoch sind diese Bilder nicht einfach Ausdruck von Emotionen. Vielmehr sind sie struk­tu­relle Einheiten, gesam­melt und geordnet, um emotio­nale Gesten zu imitieren. Das Bild mag zwar mit der Illusion des Zufalls beginnen, doch schnell wird es zu einem Schau­platz für Zerglie­de­rung und Neuord­nung. Was zunächst verstreut erscheint, wird durch eine Logik der Ordnung zerteilt und schließ­lich in wieder­holten Anord­nungen zu einer Struktur, die nur die Form einer Emotion vorgibt, umgeformt.

SEYLEE zerlegt die Bilder in hunderte Papier­frag­mente und ordnet diese anschlie­ßend per Hand neu an.

Im Laufe dieses Prozesses verschwindet die spontane Aktion zuneh­mend, zurück bleibt allein das Muster der sich wieder­ho­lenden Anord­nung und monotoner Arbeit. Im vermeint­li­chen „Ausdruck von Emotion“ geht die Emotion selbst verloren und wird ersetzt durch ein präzise konstru­iertes Ordnungssystem.

Diese Ausstel­lung stellt den explo­siven Charakter der Empfin­dung neben die Präzi­sion der Struktur und erforscht dabei die Spannung und das Gleich­ge­wicht zwischen beiden Polen.
Split. Split. Splash. Split.
Dies ist zugleich eine Geste und eine Arbeits­me­thode. Ein Akt der Dekon­struk­tion eines emotional wirkenden Bildes und des Neuauf­baus einer neuen Struktur aus dessen Fragmenten.

English:

SEYLEE’s ongoing project, titled arrange and rearrange study, is a formal inves­ti­ga­tion into the disas­sembly and recon­fi­gu­ra­tion of shape and struc­ture, previously developed within the logic of geome­tric rules.

This time, however, the starting point lies in a visual language that is far more impul­sive and emotional 'images of splashes, spreads, stains, and traces that evoke a sense of sponta­neous gesture.'

Yet for SEYLEE, these are not mere expres­sions of emotion. They are struc­tural units 'collected and composed' made to resemble emotional gestures. The image may begin with the illusion of chance, but it soon becomes a site for fragmen­ta­tion and reorde­ring. What appears scattered is dissected with a logic of order, then reorga­nized into a struc­ture that mimics the form of feeling.

SEYLEE dissects images into hundreds of paper fragments, and manually reassem­bles them, piece by piece.

Sponta­neous action gradu­ally disap­pears in this process, leaving only the pattern of repeti­tive arran­ge­ment and monoto­nous labor. In what appears to be an ‘expres­sion of emotion,’ emotion itself is lost — replaced by a meticu­lously designed system.

This exhibi­tion places the explo­sion of sensa­tion beside the precision of struc­ture, and explores the tension and balance in between.
Split. Split. Splash. Split.
It is a gesture, and also a working method. It is the act of dismant­ling an image of emotion, and using its remains to construct a new structure.

Artikel zur Ausstellung: 

https://​www​.kivvon​.com/​d​e​/​k​o​e​l​n​/​k​u​n​s​t​r​a​u​m​-​m​a​t​j​o​e​-​z​e​i​g​t​-​s​p​l​i​t​-​s​p​l​i​t​-​s​p​l​a​s​h​-​s​p​l​i​t​-​von-seylee

Jonas Hohnke — follows form

Eröff­nung: Mi 30.04.2025, 19 Uhr

Laufzeit: 30.04. – 28.05.2025


Jonas Hohnke — follows form

Jonas Hohnke arbeitet vorwie­gend im Bereich der Konzept-/ Medien-/ und Objekt­kunst.

Der Schwer­punkt seiner künst­le­ri­schen Arbeit besteht darin, die Wahrneh­mung der Dinge, die uns im Alltag umgeben und diesen prägen, visuell und inhalt­lich zu hinter­fragen. Dadurch entsteht eine große mediale Vielfalt im Werk, welche ein großes Inter­esse an Materia­lien und Möglich­keiten abbildet. Alles, was im Wahrneh­mungs­be­reich bzw. im Inter­ak­ti­ons­feld des Menschen liegt, kann inner­halb seiner Arbeit unter­sucht werden. Zwischen der inhalt­li­chen und visuellen Wahrneh­mung, haben die Arbeiten immer wieder instal­la­tiven Raumbezug und beschäf­tigen sich mit Präsen­ta­ti­ons­formen der Bildenden Kunst im musealen Kontext sowie im öffent­li­chen Raum. Die Arbeiten bewegen sich dabei zwischen Kunst und Kunst­re­fle­xion, Bild und Abbild, Kunst und Design, sowie Objekt und Raum.
In der Ausstel­lung follows form werden die Wandele­mente des Ausstel­lungs­raums als sich wieder­ho­lendes Bildmotiv zu Ornamenten einer Fototapete.

Jonas Hohnke studierte Freie Kunst in der Bildhau­er­klasse von Ayse Erkmen und Guillaume Bijl (Meister­schüler) an der Kunst­aka­demie Münster sowie bei Heimo Zobernig an der Akademie der bildenden Künste in Wien. Seit 2015 arbeitet Jonas Hohnke als Künstler haupt­säch­lich im Bereich der Konzept-/ Medien-/ und Objektkunst.

Jonas Hohnke hatte insti­tu­tio­nelle Einzel- und Gruppen­aus­stel­lungen im In- und Ausland. Er erhielt zahlreiche Stipen­dien, darunter an der Cité Inter­na­tio­nale des Arts in Paris oder der Künst­ler­re­si­denz Schloss Ringen­berg. 2022 wurde Jonas Hohnke mit dem Inter­na­tio­nalen Bergi­schen Kunst­preis ausge­zeichnet. Seit 2023 lehrt er Kunst und Design an der Hochschule Nieder­rhein in Krefeld.

Die Werke von Jonas Hohnke sind in ständigen Museums­samm­lungen vertreten, unter anderem im Kunst­haus NRW Korneli­münster in Aachen, im Museum Goch und im Kunst­mu­seum Solingen.

https://​www​.kivvon​.com/​d​e​/​k​o​e​l​n​/​f​o​l​l​o​w​s​-​f​o​r​m​-​i​m​-​m​a​t​j​o​e​-​s​p​i​e​l​t​-​j​o​n​a​s​-​h​o​h​n​k​e​-​m​i​t​-​o​r​i​g​i​n​a​l​-​und-abbild

Oleg Yushko — WITTENHORN

Eröff­nung: 27.03.2025, 19 Uhr

Laufzeit: 27.03.2025– 24.04.2025

Oleg Yushko

WITTEN­HORN

Die Multimedia-Skulptur WITTEN­HORN ist das Ergebnis meines sechs­mo­na­tigen Artist-in-Residence-Programms an der Univer­sität Witten/Herdecke.

"Eines Tages, als ich über den Campus spazierte, hörte ich ein pfeifendes Geräusch. Es stellte sich heraus, dass dieses Geräusch von der Rutsche auf dem benach­barten Spiel­platz stammte, wenn der Wind im richtigen Winkel wehte. Diese Entde­ckung inspi­rierte mich, ein Modell einer Rutsche zu bauen, die über einen einge­bauten Lautspre­cher Geräu­sche erzeugt.

Im Wesent­li­chen präsen­tiere ich drei verschie­dene visuelle Darstel­lungen desselben Objekts: ein Bild der Rutsche (stati­sches Video), ein maßstabs­ge­treues Modell der Rutsche und ein Fragment einer topogra­fi­schen Karte des Hügels, auf dem sich die ursprüng­liche Rutsche befindet.

In Joseph Kosuths "One and Three Chairs" unter­suchte er die Bezie­hung zwischen Sprache, Bild und Objekt. Ich versuche, zu verstehen, wie digitale Techno­lo­gien nicht nur den Prozess der Wahrneh­mung verän­dern, sondern auch die Art und Weise, wie wir die Welt um uns herum beschreiben und Kunst­werke erschaffen.

Um dies zu errei­chen, habe ich nahezu alle modernen techno­lo­gi­schen Möglich­keiten genutzt. Ich verwen­dete eine Drohne für die Photo­gram­me­trie, Reverse Enginee­ring für die 3D-Modellierung und einen 3D-Drucker für den Druck der fertigen Skulptur." Oleg Yushko

https://​olegy​ushko​.com/

https://​www​.kivvon​.com/​d​e​/​k​o​e​l​n​/​k​u​n​s​t​r​a​u​m​-​m​a​t​j​o​e​-​z​e​i​g​t​-​o​l​e​g​-​y​u​s​h​k​o​s​-​i​n​s​t​a​l​l​a​t​i​o​n​-​wittenhorn

Kurzbio­grafie

1974 geboren in Minsk, Weissrussland

1996 Studium an der Weißrus­si­sche Staat­liche Univer­sität für Infor­matik und Radio­elek­tronik, Minsk, Weißrussland

2008 Studium an dem Höheres Institut für Bildende Kunst, Gent, Belgien

Lebt und arbeitet in Düsseldorf

© Oleg Yushko

Termine

Ausstell­unsg­pro­gramm Matjö

12.12.2024– 30.01.2025: Cordula Hessel­barth — *COSMOS*

13.02.2025– 13.03.2025: Jeesoo Hong — Walls, Corners and Algae Bloom

27.03.2025– 24.04.2025: Oleg Yushko — Wittenhorn

30.04.2025– 28.05.2025: Jonas Hohnke — follows form

05.06.2025– 03.07.2025: SEYLEE — SPLIT. SPLIT. SPLASH! SPLIT.

16.07.2025– 20.07.2025: Rundgang der Kunst­hoch­schule für Medien

07.08.2025– 04.09.2025: Javkhlan Ariunbold + Jörg Kratz — Trees and Seven Suns

18.09.2025– 16.10.2025: Nieves de la Fuente — None But Devils

30.10.2025– 27.11.2025: Ulf Neumann — Titel folgt

11.12.2025– 01.2026: Camilo Sandoval — To be a Snake (working title)

Offene Ateliers 2025

Die Offenen Ateliers werden im Jahr 2025 an folgenden Wochen­enden stattfinden:

Rechts­rhei­nisch 12. – 14.9.25 | Links­rhei­nisch Nord 19. – 21.9.25 | Links­rhei­nisch Süd 26. – 28.9.25

Weitere Links :

https://​www​.insta​gram​.com/​o​f​f​e​n​e​a​t​e​l​i​ers_koeln/

https://​www​.offene​-ateliers​-koeln​.de/

Jeesoo Hong — Walls, Corners and Algae Blooms

Eröff­nung: 13.02.2025, 19 Uhr

Laufzeit: 13.02. – 13.03.2025

Walls, Corners, and Algae Blooms

Jeesoo Hong

Raumin­stal­la­tion

In „Walls, Corners and Algae Blooms“ bringt Jeesoo Hong die Szenerie eines wuchernden Schwimm­be­ckens in den Galerie­raum Matjö. Ein privates Außen­be­cken, das seit mehreren Jahren in einem Garten brachlag, hat sich im Laufe der Zeit in einen Lebens­raum für verschie­dene Organismen verwan­delt. Während Algen das Wasser ergrünen ließen haben sich dort Rücken­schwimmer, Molche und Wasser­käfer angesie­delt. Das Projekt umfasst haupt­säch­lich Video­ma­te­rial sowie eine Schau­fens­ter­in­stal­la­tion. Die Algen, die das Wasser im Schwimmbad trüben, verwi­schen die räumli­chen Grenzen wie flüssige Vorhänge und geben Komfort und Privat­sphäre, indem sie den gemein­samen Lebens­raum der Wasser­ein­wohner verhüllen. In dem geome­tri­schen Raum, an den die Tiere ihre Gestik und ihren Alltag angepasst haben, tauchen sie an der Wasser­ober­fläche auf. Das Ganze wirkt wie eine Paral­lel­welt, in die man, wie durch ein Fenster, hinein­schaut, während akustisch nur die Geräu­sche der eigenen Welt wahrnehmbar sind. 
I, Jeesoo Hong, was born in 1991 and am an artist based in Cologne. My works so far dealt with existing spaces in everyday life and reinter­pre­ting their spatial narra­tives. In parti­cular, renovated spaces—which contain layers of time and practi­cality in their archi­tec­tural functions — become the main materials in my projects. By using those spaces as stages, I aim to highlight their unique charac­te­ristics, creating situa­tional inter­ven­tions through drawing, sound, instal­la­tion, perfor­mance, and walk-based activities.

www​.hongjeesoo​.com

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Jahres­heft 2024

Das Programm 2024 setzte sich aus folgenden Ausstel­lungen zusammen: 

21.12.23 – 08.02.2024: Fried­helm Falke — Früchte, Klebe­band und andere Dinge

22.02. – 21.03.2024: Esteban Sánchez — AUF DEN FELDERN DER ZEIT

28.03. – 25.04.2024: Sebas­tian Bartel, Bretz/Holliger, Marta Colombo, Dora Celen­tano und Lara Fritsche - Ghosts – perfect match

02.05. – 30.05.2024: Stefanie Pluta — Appeal/Momentum

06.06. – 10.06.2024: Team Atopia — Nachtausgabe

04.07. – 07.07.2024: KHM Rundgang

18.07. – 15.08.2024: Julian Kirchner — on top of the number row

22.08. – 19.09.2024: Chris­tina Kirchinger/ Melanie Siegel — sine loco

26.09. – 24.10.2024: Céline Berger/Slinko — BITTER HARMONIES

31.10. – 28.11.2024: Carolina Serrano

12.12. – 30.01.2024: Cordula Hessel­barth – *cosmos*

Jahres­hefte der vergan­gene Jahre finden Sie in unserem Archiv.


Ausstel­lungs­pro­gramm 2025

12.12.2024– 30.01.2025: Cordula Hessel­barth — *COSMOS*

13.02.2025– 13.03.2025: Jeesoo Hong — Walls, Corners and Algae Bloom

27.03.2025– 24.04.2025: Oleg Yushko — Wittenhorn

01.05.2025– 29.05.2025: Jonas Hohnke — Follows Form

05.06.2025– 03.07.2025: Seylee — SPLIT. SPLIT. SPLASH! SPLIT.

16.07.2025– 20.07.2025: Rundgang der Kunst­hoch­schule für Medien

04.08.2025– 04.09.2025: Javkhlan Ariunbold + Jörg Kratz — Trees and Seven Suns

18.09.2025– 16.10.2025: Nieves de la Fuente — None But Devils…

30.10.2025– 27.11.2025: Ulf Neumann — Am Boden

11.12.2025– 01.2026: Camilo Sandoval — To be a Snake 

*cosmos* – Cordula Hesselbarth

Eröff­nung: 12.12.2024, 19 Uhr

Laufzeit: 12.12.2024 – 30.01.2025

Finis­sage: Do., 30.01.2025, 18 Uhr

*cosmos* – Zeich­nungs­skulptur
Aus der jahre­langen Beschäf­ti­gung mit Phäno­menen und Prinzi­pien in der Natur, die Cordula Hessel­barth in zahllosen Skizzen, visuellen Versu­chen und digitalen Experi­menten festhielt und unter­suchte, entstand die Instal­la­tion *cosmos*, eine schwe­bende Raumskulptur aus Zeichnungs-Blättern, die an einen Astero­iden­schwarm oder Parti­kel­wolken erinnern könnte.
In der Bewegung um den Schwarm aus Blättern können sich die Betrachter*innen das Volumen der Zeich­nungs­skulptur erschliessen. Die Drucke und Zeich­nungen befinden sich auf unter­schied­li­chen Papier­arten, von Zeichen­karton über Trans­pa­rent­pa­pier, Japan­pa­pier, Bütten bis hin zu Folien. Die meisten Bildträger sind opak, einige wirken licht­durch­lässig, andere ganz trans­pa­rent. Über die Raumin­stal­la­tion legt sich eine Video­pro­jek­tion aus bewegten Linien­spielen, Punkt­wolken und Schwarm­for­ma­tionen, die schweben, wirbeln oder fallen. Die animierte Choreo­grafie aus Licht und Klang inter­agiert mit der Raumin­stal­la­tion und fließt schemen­haft ephemer durch die verschach­telte Forma­tion aus Zeich­nungs­blät­tern.
Das filigrane Werk *cosmos* umfasst gewis­ser­maßen das „Ideen-Universum“ der Künst­lerin. Die Skizzen-Konstellationen sind hierbei nicht zufällig aufge­baut, vielmehr imitieren sie morpho­lo­gi­sche Entwick­lungs­prin­zi­pien, die wissen­schaft­li­chen Regeln ähnlich sind, aber natür­lich keines­falls wissen­schaft­lich korrekt. Die Insze­nie­rung folgt einer eigenen Syste­matik, ähnlich einer quasi-wissenschaftlichen Forschungs­ar­beit.
So erkennt man eine Evolu­tion aus der Linie zur Form, zunächst Linien­bündel, die sich verknoten, Kritze­leien. Dann werden die Linien gekrümmt durch Wellen, also durch eine Polarität, die auf sie einwirkt. Es entstehen allmäh­lich gerich­tete Kräfte, die Formen heraus­bilden. Daraus werden Körper, es folgt Wachstum. Später entwi­ckelt sich Dynamik, die in Wellen­be­we­gungen, Oszil­la­tion, Spiral­be­we­gungen mündet. Daraus fliegen Zeich­nungen wie ein Vogel­schwarm auf, schweben, stürzen, wirbeln. In der anderen Richtung beginnen die Linien sich zu verbinden, bilden Gewebe-Formationen wie Dendriten, Äste oder Wurzeln aus, werden zu Netzwerken. Daraus entstehen komple­xere Systeme, diese werden funktional, sie inter­agieren wie Nerven­zellen, Synapsen. Komplexe Systeme, die sich selbst organi­sieren, sich ordnen. Es bilden sich daraus Muster, Ordnungen, Matrix. Alles mündet in die Ursprungs­en­ergie der Formbil­dung, in die Dualität von schwarz und weiß, die Polarität aus Plus und Minus als Grund­lage für die Genese alles Existierenden. 

Über die Künst­lerin:Cordula Hessel­barth arbeitet und lebt in Münster sowie in València (Spanien). Sie studierte an der Hochschule für Angewandte Wissen­schaften Hamburg (HAW), an der Kunst­aka­demie Münster und an der Fachhoch­schule Münster. Seit 2002 ist sie Profes­sorin für medien­ge­stützte Wissen­schafts­il­lus­tra­tion an der Münster School of Design (MSD) der Fachhoch­schule Münster.
In ihrer künst­le­ri­schen Arbeit bewegt sie sich in einem Spannungs­feld zwischen Kunst und Natur­wis­sen­schaft. Sie beschäf­tigt sich mit Struk­turen in der Natur, den physi­ka­li­schen Gesetzen und Dynamiken, die diese Formen hervor­bringen, und nutzt experi­men­tell Natur­kräfte zur Bildge­ne­rie­rung, die sie in digitalen und manuellen Malereien und Zeich­nungen, Papier­ar­beiten sowie instal­la­tiven Raumcol­lagen und Video­in­stal­la­tionen umsetzt. Bewegung ist ein zentrales Element in ihrer Arbeit. Viele der Arbeiten scheinen Moment­auf­nahmen von Prozessen zu sein. Aus einer inten­siven Beschäf­ti­gung mit der Linie entstanden Arbeiten, die das Genre der klassi­schen Zeich­nung erwei­tern, die Linie aus Fläche und Format des Bildträ­gers heraus­lösen und den herkömm­li­chen Begriff von Zeich­nung hinter­fragen. In ihren dreidi­men­sio­nalen Raumzeich­nungen und animierten Linien­for­ma­tionen überschreitet die Künst­lerin die Grenzen der Zeich­nung in Richtung von Skulptur, Raum und Bewegung.

www​.hessel​barth​.de