Chris­tian Doeller – CYTTER

Wie sehen Maschinen die Welt? Welche Verän­de­rungen entstehen im Prozess einer digitalen Überset­zung? Inwie­fern verän­dern sich unsere eigenen Perspek­tiven, unsere Handlungs- und Lebens­weisen durch allge­gen­wär­tige Filter techni­scher Systeme? In seinem mehrtei­ligen künst­le­ri­schen Forschungs­pro­jekt CYTTER nähert sich Chris­tian Doeller einem durch digitale Techno­lo­gien verän­derten Blick auf die Welt. Ein wesent­li­cher Teil des Projekts ist das CYTTER.datalab: ein parti­zi­pa­tives Daten­labor, in dem selbst­ge­baute Maschinen an digitalen Überset­zungen von alltäg­li­chen Gegen­ständen arbeiten. Verschie­dene Scanner, Fräsen, Zeichen­ma­schinen und Licht­dru­cker bilden einen Kreis­lauf, in dem Gegen­stände und deren Darstel­lungen beliebig oft kursieren können und dabei unvor­her­seh­bare Verwand­lungen erfahren – eine Art »digitale Stille Post«. Für seine Ausstel­lung im Matjö entwi­ckelt Doeller neben einer ersten Ausgabe der Publi­ka­tion CYTTER.log eine neue Aussen­stelle des Daten­la­bors, die im Rahmen des Open Lab unter Betei­li­gung von Besucher*innen aktiviert wird. 

Open Lab: 19.11.20, 14 – 18 Uhr (Eröff­nungstag) & 3.12.20, 14 – 18 Uhr 

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Update Cologne #4 Ausschrei­bung

Update Cologne # 4 – Ausschrei­bung

Die Ausstel­lungs­reihe Update Cologne widmet sich insbe­son­dere Kölner Künst­le­rinnen und Künstler ab 50 Jahren, deren Arbeiten in den vergan­genen Jahren – mangels geräu­miger Ausstel­lungs­lo­ka­li­täten – hier vor Ort selten gezeigt wurden, die aber schon über einen langen Zeitraum konti­nu­ier­lich in Köln tätig sind. In Kölner Ateliers erfolgt eine künst­le­ri­sche Produk­tion hoher Qualität und großer medialer Spann­breite, die mitunter überre­gional wie inter­na­tional mehr Resonanz erfährt als in der Stadt ihres Entste­hens. Das Projekt soll deshalb gezielt Kölner Künstler/innen erneut ein Podium verschaffen, das ihre Wahrneh­mung in der Öffent­lich­keit wieder stärkt und dem hiesigen Publikum Gelegen­heit gibt, weniger bekannte oder unter­re­prä­sen­tierte Positionen neu zu entde­cken.

In den vergan­genen drei Jahren hatte ein Beirat, besetzt durch Astrid Barden­heuer (Leiterin artothek), Gérard Goodrow (Kunst­his­to­riker, Autor und freier Kurator), Fabian Hochscheid (Vorsit­zender des Kultur­werks des Bundes­ver­bandes Bildender Künstler Köln e.V.), Michael Horbach (Gründer Michael Horbach Stiftung), Rita Kersting (Co-Direktorin Museum Ludwig), Nadine Müseler (Referentin für Bildende Kunst, Literatur und Neue Medien im Kulturamt der Stadt Köln) sowie Dietmar Schneider (Heraus­geber Kölner Skizzen) eine (oder zwei) Position(en) ausge­wählt und einge­laden, eine 6wöchige Ausstel­lung in der Michael Horbach Stiftung zu reali­sieren. Die perso­nelle Beset­zung dieses Beirats wird für die Jurysit­zung in 2020 etwas geändert, die genaue Zusam­men­set­zung der Jury wird baldmög­lichst bekannt gegeben.

Initia­tiv­be­wer­bungen sind willkommen. Prinzi­piell kann sich jede/r Inter­es­sierte der Alters­gruppe ab 50 Jahren für eine Ausstel­lung in 2020 bewerben. Bedin­gung ist, dass die/der Betref­fende seit mindes­tens zehn Jahren in Köln ansässig, lokal veran­kert sowie konti­nu­ier­lich sowie anhal­tend künst­le­risch tätig ist und dass es sich um ein „Update“ handelt, d. h. die vorge­stellten Arbeiten nicht schon jüngst in Köln präsen­tiert wurden.

Die ausge­schrie­bene Ausstel­lung Update Cologne #04 wird wegen einer Anpas­sung an die Ausstel­lungs­pla­nung der Michael Horbach Stiftung das kommende Mal im März 2021 statt­finden:
Eröff­nung Sonntag, 7. März 2021
Laufzeit 8.3. bis 18.4.2021
Finis­sage Sonntag, 18. April 2021 (Daten unter Vorbe­halt).

Bitte reichen Sie Ihre Vita und eine Werküber­sicht aus den letzten 5 Jahren Ihrer künst­le­ri­schen Tätig­keit (Portfolio) ein. Ein konkretes Ausstel­lungs­kon­zept muss nicht formu­liert sein, kann aber gerne vorge­schlagen werden. Es wird ein Honorar und einen Produk­ti­ons­kos­ten­zu­schuss für die/den einge­la­denen Künstler/in geben; zur Dokumen­ta­tion der Ausstel­lung wird eine Broschüre publi­ziert.
Bitte adres­sieren Sie Ihre – möglichst digitale! – Bewer­bung (max. 6 MB) an: info@​update-​cologne.​de oder senden Sie Ihre Bewer­bungs­un­ter­lagen in Print­form (Portfo­lios u. ä.) zu Händen von:
Frau Beate Riebesam, Update Cologne, Kulturamt der Stadt Köln, Referat Kunst und Kultur,
Richart­z­straße 2 – 4, 
50667 Köln.
Bitte legen Sie Ihren posta­li­schen Einsen­dungen einen adres­sierten und frankierten Rückum­schlag bei. Nur so kann die Rücksen­dung Ihrer Unter­lagen zugesagt werden.
EINSEN­DE­SCHLUSS IST DER 02.11.2020

Die Jury tagt voraus­sicht­lich im November 2020. Eine Benach­rich­ti­gung der ausge­wählten Künstler und die Rücksen­dung der Unter­lagen erfolgt baldmög­lichst im Anschluss.

Bei weiteren Fragen stehen wir Ihnen gern unter der Email­an­schrift info@​update-​cologne.​de zur Verfü­gung.

Mehr zum Projekt hier.

Träger der Ausstel­lung Update Cologne ist das Kultur­werk des BBK Köln e.V.

 

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Update Cologne # 4 — Announ­ce­ment

The exhibi­tion series Update Cologne is dedicated in parti­cular to Cologne artists aged 50 and older, whose works have rarely been shown here in recent years — due to the lack of spacious exhibi­tion venues — but who have been conti­nuously active in Cologne for a long period of time. In Cologne studios an artistic produc­tion of high quality and a wide range of media takes place, which sometimes receives more resonance natio­nally and inter­na­tio­nally than in the city of its origin. The project there­fore aims to provide Cologne artists with a platform that will streng­then their public percep­tion and give the local public the oppor­tu­nity to redis­cover lesser known or under­re­pre­sented positions.

In the past three years, an advisory board, consis­ting of Astrid Barden­heuer (director of the artothek), Gérard Goodrow (art histo­rian, author and freelance curator), Fabian Hochscheid (chairman of the Kultur­werk des Bundes­ver­bandes Bildender Künstler Köln e.V. ), Michael Horbach (founder of the Michael Horbach Founda­tion), Rita Kersting (co-director of Museum Ludwig), Nadine Müseler (consul­tant for visual arts, litera­ture and new media at the Cultural Office of the City of Cologne) and Dietmar Schneider (editor of Cologne Sketches) selected one (or two) position(s) and invited them to realize a 6‑week exhibi­tion at the Michael Horbach Founda­tion. The compo­si­tion of this advisory board will be slightly changed for the jury meeting in 2020, the exact compo­si­tion of the jury will be announced as soon as possible.

Specu­la­tive appli­ca­tions are welcome. In principle, any interested person in the age group of 50 years and older can apply for an exhibi­tion in 2020. The condi­tion is that the person concerned has been resident in Cologne for at least ten years, has local roots and is conti­nuously artis­ti­cally active, and that it is an "update", i.e. the works presented were not already recently presented in Cologne.

The adver­tised exhibi­tion Update Cologne #04 will not take place until March 2021 due to an adjus­t­ment to the exhibi­tion planning of the Michael Horbach Founda­tion:
Opening Sunday, 7 March 2021
Duration 8 March to 18 April 2021
Finis­sage Sunday 18 April 2021(dates subject to reser­va­tion).

Please submit your vita and an overview of your work from the last 5 years of your artistic activity (portfolio). A concrete exhibi­tion concept does not have to be formu­lated, but we are happy to suggest one. There will be a fee and a produc­tion cost subsidy for the parti­ci­pa­ting artists; a brochure will be published after the exhibi­tion.

Please address your — prefer­ably digital! — appli­ca­tion (max. 6 MB) to: info@​update-​cologne.​de or send your appli­ca­tion documents in printed form (portfo­lios etc.) to the atten­tion of:

Ms Beate Riebesam, Update Cologne, Cultural Office of the City of Cologne, Depart­ment of Art and Culture, Richart­z­straße 2 – 4, 50667 Cologne.

Please enclose a self-addressed and stamped return envelope with your postal submis­sions. This is the only way to ensure that your documents can be returned.

CLOSING DATE FOR ENTRIES IS 02.11.2020

The jury is expected to meet in November 2020 and the selected artists will be notified and the documents returned as soon as possible after­wards.

Should you have any further questions, please do not hesitate to contact us at the email address info@​update-​cologne.​de.

More about the project here. The sponsor of the exhibi­tion Update Cologne is the Kultur­werk des BBK Köln e.V.

 

René Kersting — SEDIMENT — Die Abbil­dung eines Ortes

Ein Zeitraum gebannt, in Tusche auf Glas. Ein Prozess, elemen­tarer als Fotografie es je sein könnte. Gesteuert durch den Ort an sich. Erdrü­ckende Hitze, klirrende Kälte, ersti­ckender Smog, kristall­klare Luft, brennende Sonnen­strahlen und tiefster Schatten. Erdstrah­lung und Magne­tismus bilden sich, bilden den Ort ab. Eine Abbil­dung ohne bildhaft zu sein.

Doch was ist es, was einen Ort zu einem emotional wirkenden Raum macht? Angenommen, ein Ort hätte eine Seele, so ist sie verborgen und dennoch essen­tiell für das Empfinden eines Ortes. Sie ist spürbar, hat Einfluss auf den Menschen, sein Verhalten und seine Emotion. Sie packt ihn an seinen Urinstinkten, weckt sein Wurzel­emp­finden.

Wie entsteht eine Seele? Wenn sie sich aus dem Ort an sich bildet, beein­flusst durch natür­liche und künst­liche Elemente, Geschichte und Geist des Ortes, ist sie dann in ihm selbst gespei­chert? Redewen­dungen wie „Hier waren große Geister am Werke“ oder „Ort des Grauens“ legen nahe, dass der Mensch geistige Spannungen auch Jahrzehnte später noch erfahren kann. Kann sich diese geistige Spannung auf Mensch und Objekt übertragen? Kann sie konser­viert, trans­por­tiert und erneut freige­setzt werden?

Materie wird zu Geist, Geist zu Materie.

 

OPEN CALL 2021

/english below

Für das Ausstel­lungs­pro­gramm 2021 im Matjö – Raum für Kunst werden ab sofort Bewer­bungen angenommen. Die Ausschrei­bung richtet sich vorrangig an Bildende Künst­le­r*innen und Medien­künst­le­r*innen, sparten­über­grei­fende Projekte sind auch willkommen. Die Ausstel­lungen laufen in der Regel 3 – 4 Wochen, kürzere Projekte wie Perfor­mances können gerne vorge­schlagen werden.

Künstler*innenhonorare und Zuschüsse zu den Ausstel­lungs­kosten können gezahlt werden.

Bitte sendet euren Projekt­vor­schlag + Vita + Arbeits­bei­spiele mit Kontakt­daten bis zum 18. Oktober 2020 mit dem folgendem Formular an uns.

Die Jury besteht aus Mitglie­dern des Vorstands des BBK Köln. Bis spätes­tens Ende des Jahres melden wir uns bei allen Bewerber*innen. 

Wir freuen uns auf eure Vorschläge!
Euer Team Matjö

MATJÖ – Raum für Kunst ist der Projekt- und Ausstel­lungs­raum des gemein­nüt­zigen Kultur­werks des BBK Köln e.V.

 

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Appli­ca­tions are now being accepted for the 2020 exhibi­tion programm at Matjö — Raum für Kunst. The compe­ti­tion is prima­rily aimed at visual and media artists, inter­di­sci­pli­nary projects are also welcome. Ordina­rily, the exhibi­tions run for 3 – 4 weeks, shorter projects such as perfor­mances are welcome.

Artist fees and subsi­dies for exhibi­tion costs can be paid.

Please send us your project proposal + work examples + CV with contact details until 18th October 2020 using the following form.

We will contact all appli­cants by the end of the year at the latest.

We are looking forward to your sugges­tions!
Your Team Matjö

MATJÖ — Raum für Kunst is the project and exhibi­tion space of the non-profit cultural work of the BBK Köln e.V. (BBK Cologne).

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Raumplan & techni­sche Ausstat­tung des Matjö

Sollten Sie beim Upload ein techni­sches Problem oder Fragen haben, schreiben Sie uns gerne eine Mail: opencall@​matjoe.​de

 

 

Oliver Kunkel — mirror, mirror, what went wrong?

Handeln, aber wann?
Handeln, aber wie?
Treffen wir die richtigen Entschei­dungen?

Dennis L. Meadows
versus
Die Suche nach einer neuen Welt.

 

Oliver Kunkel entwi­ckelt für das Matjö – Raum für Kunst eine neue, instal­la­tive Arbeit, die neben den physi­schen Raum auch in den digitalen hinein­reicht.

»Als Thales die Sterne beobach­tete und nach oben blickte und als er dabei in einen Brunnen fiel, soll eine witzige und geist­reiche thraki­sche Magd ihn verspottet haben: Er wolle wissen, was am Himmel sei, aber es bleibe ihm verborgen, was vor ihm und zu seinen Füßen liege.«

Platon in Theae­tetus

Das James-Webb-Weltraumteleskop ist ein Infrarot-Weltraumteleskop, dessen Start für das Jahr 2014 geplant war und aktuell auf Oktober 2021 datiert ist. Das Gemein­schafts­pro­jekt der Weltraum­agen­turen NASA, ESA und CSA hat neben anderen auch das konkrete Ziel, Plane­ten­sys­teme und ihre Eignung für Leben zu unter­su­chen, anders gesagt: einen Planeten B zu finden.

Diese Suche nach einer solchen Alter­na­tive in Hinblick auf den Umgang mit Planet A thema­ti­siert Oliver Kunkel mit einer mehrtei­ligen Arbeit: Elemente wie die im James-Webb-Weltraumteleskop verwen­deten Spiegel, Projek­tionen aus der Astro­nomie, oder die Bearbei­tung des Klassi­kers „Die Grenzen des Wachs­tums“ von u.a. Dennis L. Meadows sind zu einer vielschich­tigen Ausstel­lung verwoben.

Über einen QR Code auf der Einla­dungs­karte und an der Fenster­front gelangt man zu Infor­ma­tionen zu den sich wöchent­lich ändernden Projek­tionen im Raum.

 

http://​www​.oliver​kunkel​.de/

 

KHM Ausstel­lung 2020 — Sybella Perry "Rustic Airs"

In ihrer Doppel­pu­bli­ka­tion „Rustic Airs“, die ein Künst­ler­buch und eine Schall­platte umfasst, nimmt Sybella Perry das Beispiel der engli­schen Airs – einfa­cher, austausch­barer Melodien von Volks­lie­dern, die sich auf dem Weg ihrer Verbrei­tung durch Großbri­tan­nien stetig verän­dert haben – zum Anlass, um über Mobilität, Trans­for­ma­tion und Plura­lität nachzu­denken. Perry verknüpft in ihrem künst­le­ri­schen Ansatz sowohl genera­tive elektro­akus­ti­sche Kompo­si­tionen mit instru­men­talen Folkre­cord­ings als auch kriti­sches Schreiben mit Reise­be­richten. Ihre Klang­tex­turen aus kurzen Notizen und langen Erzähl­pas­sagen lassen die Verän­de­rung in den Freiräumen zwischen Menschen, Räumen, Orten, Wörtern, Klängen und Themen zum Vorschein kommen.

Sybella Perry, geb. 1986 in Großbri­tan­nien, von 2005 bis 2008 Kunst­stu­dium an der Byam Shaw School of Art, London, von 2016 bis 2020 postgra­duales Studium der Medialen Künste an der Kunst­hoch­schule für Medien Köln.

 

Der Rundgang der Kunst­hoch­schule für Medien Köln, dieses Jahr situa­ti­ons­be­dingt auf eine Ausstel­lung von Diplom­pro­jekten reduziert, eröffnet am Mittwoch, 15.Juli 2020, 19 Uhr 

Öffnungs­zeiten danach:

Donnerstag,16.07 — Sonntag 19.07 je 14 bis 20 Uhr

Weitere Infos folgen bald auf der Website der KHM 

biegen beugen brechen

Die Ausstel­lung nistet sich als archi­tek­to­ni­scher Modell­raum ins Matjö ein. Das Modell entsteht parallel zu den Ideen der sechs Künstler*innen und wird an diese angepasst und erwei­tert – Ideen und Raumkörper formen sich gegen­seitig. Auf dieser Bühne treffen die Arbeiten der sechs Künstler*innen aufein­ander. Der Maßstab bleibt fließend und wechselt zwischen deutli­cher Verklei­ne­rung, Unbestimm­bar­keit und gewöhn­li­cher Größe. Die Arbeiten schweben zwischen Entwurf, Experi­ment, Modell und Reali­sie­rung. Durch die Flexi­bi­li­sie­rung des Raums werden Begren­zungen aufge­löst. Es bildet sich ein eigenes Bezugs­system, in welchem auch materi­elle und ökono­mi­sche Fragen des künst­le­ri­schen Lebens und Produ­zie­rens reflek­tiert werden.

Die Teilneh­mende Künstler*innen Andrea Dettmar, Katja Kalla, Annabel Lange, Ulf Neumann, Jörg Oberg­fell und Evan Thomas leben in Berlin, Köln und London. Nach inten­sivem digitalen Austausch in den letzten Monaten hoffen sie bei der Eröff­nung endlich alle persön­lich aufein­ander zu treffen.

Denise Winter – Landschaft. Ein Fragment.

Herzliche Einla­dung zur Finis­sage der Ausstel­lung am Donnerstag, 09.07., 17 – 19 Uhr!

Staub in der Lunge.

Von dort kommt mit dem Wind
ein Hauch Musik über das Tal.
Ein Pop-Song.
Verhalt e ohne Echo hier.
Es hat lange nicht geregnet,
wenn das Wasser kommt, fließt es einen anderen Weg.

In deinem Garten sind Pflanzen,
deren Wurzeln tiefer sind als lang.
Die Blätter sind dick
und schme­cken bitter.
Der Saft legt sich um alle Wölbungen
in meinem Mund.
Dringt tief ein in die kleinen Verlet­zungen
xxxxxxxxxxxxxxxdie Kuhlen aus.
Staub in der Luft.

Es bricht auf,
hinter­lässt diesen Schleier.
Der nichts von dem verhüllt.
E   weht. Bewegt sich. Bei der kleinsten, schwachsten
Bewegung, Regung.
Was hättest du denn lieber gesehen?

Ein Land voller Blüten.
Ein blütendes Land.

_____

Eine elemen­tare Arbeit der Ausstel­lung "Landschaft. Ein Fragment" von Denise Winter ist im Matjö entstanden: Mittels eines Siebs wurde direkt auf die Wand gedruckt. Hierfür gab es nur einen Versuch. Diese Arbeit ist somit sowohl einem Rest Zufall überlassen als auch temporär. Das Entstehen wurde filmisch begleitet und mit Überle­gungen in Dialog­form unter­legt:

 

 

Sara Hoffmann – Cherry Picking Paradise

Im Schau­fenster des Matjö ist die Video­ar­beit OHNE SORGE von Sara Hoffmann zu sehen. Das Video ist Teil der geplanten Ausstel­lung Cherry Picking Paradise, die aufgrund allge­mein bekannter Umstände leider nicht wie geplant statt­finden.

In ihrer aktuellen Arbeit hat sich die Künst­lerin mit der vielschich­tigen Bedeu­tung der Palme beschäf­tigt, die nicht nur Symbol für Urlaub, Paradies und Wohlstand ist, sondern auch in der Kultur­- und Ökonomiege­schichte eine bedeu­tende Rolle spielt. Sie thema­ti­siert die Macht und den Besitz­an­spruch des Menschen anderen Lebewesen gegen­über und die damit einher­ge­hende koloniale Praxis, Pflanzen in andere Länder zu migrieren.

OHNE SORGE

2020, FullHD, Einkanal Fassung, 23’12’’, Farbe, ohne Ton

Immer­grüne Palmen lassen ihre Wedel im Winter nicht fallen, da sie an Orten ihres natür­li­chen Vorkom­mens Kälte nicht zu befürchten haben. Die exoti­schen Kübel­pflanzen der Parkan­lagen von Schloss Sanssouci in Potsdam werden im Oktober eines jeden Jahres zur Überwin­te­rung in die Orangerie gebracht um sie vor Herbst­stürmen und winter­li­chen Tempe­ra­turen zu schützen. Sara Hoffmann hat diese Einfuhr mit der Kamera begleitet und lässt die Gewächse wie Geister durch die histo­ri­sche Kulisse wandern. Die Ausblen­dung des Menschen als Verur­sa­cher der ungewohnt schnellen und abrupten Bewegungen vermensch­licht die Pflanzen und thema­ti­siert auf absurde und komische Weise die Kommo­di­fi­zie­rung der Lebewesen. Der Mensch tritt in Form lebloser Statuen auf, die das Gebäude schmü­cken und allego­risch für Garten­kunst, Indus­trie, Wissen­schaft und Jahres­zeiten stehen.

Im Rahmen der Photo­szene On Air! stellt Sara Hoffmann Ihre Arbeit vor:

 

COVID-19 Infos für Künstler *innen

Liebe Künstler*innen, liebe Besucher*innen,

Hier sammeln wir alle Infor­ma­tionen und Links, die für Künstler*innen aktuell in Bezug auf die Folgen der Corona-Pandemie spannend sein könnten.

Aktuell möchten wir auf 2 Stipen­di­en­pro­gramme hinweisen:

Sonder­för­der­pro­gramm 20/21 der Stiftung Kunst­fonds

Im Rahmen des von der Beauf­tragten der Bundes­re­gie­rung für Kultur und Medien initi­ierten Hilfs­pa­kets NEUSTART KULTUR schreibt die Stiftung Kunst­fonds zusätz­lich zu ihren laufenden Förder­pro­grammen das Sonder­för­der­pro­gramm 20/21 aus.
Bis zu 9 Mio. Euro stehen zur Verfü­gung.

Das Sonder­för­der­pro­gramm 20/21 bietet noch 2 Antrags­mög­lich­keiten:

2. Stipen­dium für bildende Künstler*innen
Dauer­haft in Deutsch­land lebende freischaf­fende, solo-selbstständige bildende Künstler*innen können sich für ein halbjähr­li­ches Stipen­dium in der Höhe von 9.000 Euro bewerben, zahlbar in sechs Monats­raten von Oktober 2020 bis März 2021.

Ausschrei­bung ab 10. August 2020, Bewer­bungs­frist 10. September 2020
Juryent­scheid Ende September
Gesamt­vo­lumen des Programms: bis zu 5 Mio. Euro

3. Projekt­för­de­rung für kunst­ver­mit­telnde Akteure
Kunst­ver­mit­telnde Akteure (z. B. Künstler*innenräume, Produ­zen­ten­ga­le­rien, Kunst­ver­eine, Projekt­räume, solo-selbständige Akteur*innen) können sich für eine Projekt­för­de­rung bewerben, die die Vermitt­lung und den Konsum von bildender Kunst – sei es durch Gespräche, App + Video, Ausstel­lung, Verleih, Verkauf, Workshops etc. – nachhaltig mit innova­tiven und unkon­ven­tio­nellen Ideen anregen und an der Kunst vorzugs­weise nieder­schwellig teilhaben lassen. Die Projekte sollen im Zeitraum zwischen Oktober 2020 und Dezember 2021 statt­finden, ein Zuschuss bis max. 50.000 Euro (Vollfi­nan­zie­rung, kein Eigen­an­teil erfor­der­lich) kann beantragt werden.

Ausschrei­bung ab 14. August 2020, Bewer­bungs­frist 14. September 2020
Juryent­scheid Ende September
Gesamt­vo­lumen des Programms: bis zu 3 Mio. Euro

Die Bewer­bung im Sonder­för­der­pro­gramm 20/21 erfolgt ausschließ­lich online über das Antrags­system der Stiftung Kunst­fonds. Detail­lierte Infor­ma­tionen zu den Antrags­mög­lich­keiten, Hinweise zur Antrag­stel­lung und die Verga­be­richt­li­nien finden Sie auf unserer Website www​.kunst​fonds​.de.

Ansprech­part­nerin bei der Stiftung Kunst­fonds: Nora Höglinger
Telefon 0228 33 65 69 – 14
hoeglinger@​kunstfonds.​de


Stipen­di­en­pro­gramm „Auf geht’s!"

Mit dem Stipen­di­en­pro­gramm „Auf geht’s!“ in Höhe von 105 Mio. Euro will das Land Nordrhein-Westfalen Künstler*innen dabei unter­stützen, ihre Arbeit trotz der Einschrän­kungen durch die Corona-Epidemie fortzu­setzen. Ausge­schrieben werden bis zu 15.000 Stipen­dien, die mit je 7.000 Euro dotiert sind. Freischaf­fende, profes­sio­nelle Künstler*innen aus NRW können sich bis zum 30.9.2020 bewerben.

Die Stipen­dien sollen helfen, begon­nene Projekte zum Abschluss zu bringen, neue Vorhaben zu konzi­pieren oder umzusetzen oder auch neue Vermitt­lungs­for­mate zu entwi­ckeln und auszu­pro­bieren. Ziel ist der Erhalt einer leben­digen und vielfäl­tigen nordrhein-westfälischen Kultur­szene. Voraus­set­zung für die Antrag­stel­lung sind eine aussa­ge­fä­hige künst­le­ri­sche Biografie oder die Mitglied­schaft in der Künst­ler­so­zi­al­kasse bzw. einem einschlä­gigen Künst­ler­ver­band sowie die Angabe von zwei Referenzen.

Förder­fähig sind

  • künst­le­ri­sche Projekte aller Sparten, die mit Unter­stüt­zung des Stipen­diums reali­siert werden sollen,
  • die Entwick­lung und Umset­zung neuer kreativer Ansätze der Kunst­pro­duk­tion und ‑vermitt­lung z.B. Online-Formate, inter­ak­tive Projekte, Online-Kooperationen bei inter­dis­zi­pli­nären Arbeiten etc.,
  • Recher­che­ar­beiten für künftige Projekte.

Das Stipen­di­en­pro­gramm ist Teil des NRW-Stärkungspakets „Kunst und Kultur“.

Hier kommen Sie direkt zum Antrag


Hinweis auf die Corona Sprech­stunden des Kultur­rats NRW

Eine indivi­du­elle, telefo­ni­sche Beratung für Kultur­schaf­fende in NRW wird vom Kulturrat NRW angeboten. (Link)

1. Beratung zu finan­zi­ellen Soforthilfe-Programmen/Entlastungen
2. Corona-Krisen-Beratung zur Vorsorge von negativen finan­zi­ellen Konse­quenzen (Projekt­för­de­rung, Fundrai­sing)

Die Fragen, Erfah­rungen und Antworten aus den Telefo­naten werden in einer immer aktua­li­sierten FAQ-Liste zusamm­ge­tragen, die wir sehr empfehlen möchten:

https://​www​.kulturrat​-nrw​.de/​c​o​rona-faqs/


Infor­ma­tionen zur Abrech­nung der 9000/15.000€ Sofort­hilfe

Bezüg­lich der Corona- Sofort­hilfe kommt immer wieder die Frage auf, was als Betriebs­kosten bzw. ‑ausgaben gewertet werden kann. Der Kulturrat NRW hat hierzu eine ausführ­liche Liste zusam­men­ge­stellt, auf die wir gerne verweisen:

Stand 01.07.2020
Die Sofort­hilfe soll Unter­nehmen in der Überbrü­ckung von akuten Finan­zie­rungs­eng­pässen für laufende Betriebs­kosten unter­stützen.

Zum Abrech­nungs­ver­fahren
Die Grund­lage ist im Wesent­li­chen das, was in einer Steuer­erklä­rung für das Jahr 2020 geltend gemacht werden könnte.
In den nächsten Wochen wird vom Finanzamt (oder vom Minis­te­rium direkt) eine
Abrech­nungs­vor­lage kommen. Sie soll einfach sein. Dazu soll es auch ein Video geben, mit dem der / die Antragsteller*in durch das Verfahren geführt wird.
Wichtig: Die Abrech­nung wird auf Vertrau­ens­basis erfolgen. Es werden zunächst keine Belege einge­for­dert, nur eine Einnahme-Ausgaben-Aufstellung – also im Prinzip so etwas wie der einfache Verwen­dungs­nach­weis. Gleich­wohl muss man natür­lich auf Nachfrage alle notwen­digen Belege vorlegen können.
Wichtig: In der Steuer­erklä­rung für das Jahr 2020 wird nur die Angabe über die verblei­bende Einnahme aus der Sofort­hilfe verlangt werden, keine detail­lierte Vorlage der Belege.
Alle Anträge werden jedoch der Prüfung nach Stich­proben (vermut­lich nach bes.
Auffäl­lig­keiten) unter­zogen.
Die Einnahmen müssen versteuert werden! Die Sofort­hilfe wird also wie eine von hoffent­lich vielen anderen weiteren eurer Einnahmen behan­delt.

Die Sofort­hilfe kann verwendet werden für:

  • Raum-Miete (Gewerb­liche Mieten, Ateliers, Probe­räume, Büro, Lager, etc.)
  • Raum- und Lager­kosten, Energie­kosten
  • Pachten
  • Kredite für Betriebs­räume, Laufende betrieb­liche Bankkre­dite, bestehende Leasing­raten ja, neue Leasing-Verträge mit höheren Kosten fraglich, Raten­zah­lungen für das KFZ (betrieb­lich genutzt), Server, Licht­an­lage, Instru­mente
  • Beruf­liche Reise­kosten / Fahrt­kosten
  • Werbung und / oder Katalog­druck, Werbe­aus­gaben für Veröf­fent­li­chungen von CDs, DVDs, Video, etc.
  • Büro: Büroma­te­rial, Fachbü­cher, Telefon, Wlan, Internet, EDV, Ersatz für Rechner
  • Beiträge zu Berufs­ver­bänden
  • Betrieb­liche Versi­che­rungen z.B. für künst­le­ri­sche Tätig­keit, für Instru­mente
  • Weiter­bil­dung, Fortbil­dung, Fachbü­cher
  • Buchfüh­rung / Steuer­be­ra­tung, evtl. dann nur anteilig
  • Zahlungen für Dienst­leis­tungen, Honorare, Werkauf­träge (Grafik, Steuer­be­rater, Inter­net­platt­form, Websites)
  • Zahlungen für Provi­sionen an Agenturen, laufende Kosten, aber auch Provi­sionen, die für spätere Auftritte jetzt schon anfallen
  • Zahlungen für Ausfall­ho­no­rare an Kollegen*innen, für die man Verträge gemacht hat. (Beispiel: Ein*e Bandleader*in hat seine/ihre Musiker*innen für mehrere Auftritte gebucht und Verträge für Auftritte mit Veran­stalter X gemacht, die abgesagt wurden.)
  • Beauf­tra­gungen von Arbeiten für spätere Auftritte, die jetzt gemacht werden müssen, um später wieder am Markt bestehen zu können
  • Sonstige Ausgaben, z. B. für Repara­turen, Ersatz, Zubehör, Material, etc.
  • Angemes­sene Instand­hal­tungen und Gestal­tung von Arbeits- und Präsen­ta­ti­onräumen
  • Künstler*innenbedarf (Leinwand, Farben, Noten, Bilder­rahmen, Saiten, Mundstücke, etc.)
  • Betrieb­lich notwen­dige Ersatz­be­schaf­fungen, aber eben keine Neuan­schaf­fungen über EUR 800,-
  • Laufende Zinsen und Konto­füh­rungs­ge­bühren
  • Ausstat­tungs­be­darf (Werkzeug, Maschinen, etc.)
  • Material und Gerät­schaften zur Dokumen­ta­tion der eigenen Arbeit
  • werbe­wirk­same Auftritte
  • Storno­kosten: Also Rückzah­lung von Karten­vor­ver­kauf bzw. Rückerstat­tungen der bereits einge­gan­genen Kursge­bühren, bzw. Teilnahmegebühren/Eintrittsgelder, wenn die Veran­stal­tungen nicht mehr nachge­holt werden können.
  • Fort- und Weiter­bil­dungen, wenn sie in unmit­tel­barem Zusam­men­hang mit der betrieb­li­chen Tätig­keit stehen. Hierhin gehören z. B. auch Einfüh­rungen in digitale Formate und Arbeits­weisen,
  • Reise­kosten zur Vorbe­rei­tung zukünf­tiger Arbeit. Hierhin gehören z. B. Castings, Agentur­ge­spräche, überhaupt Akquise und Fahrt­kosten zu Proben.
  • Zum Schluss noch mal das vielleicht Wichtigste: gering­wer­tige Wirtschafts­güter, d.h. netto oder brutto unter 800 Euro.

Nur einige Beispiele zur Veran­schau­li­chung:

  1. Arran­ge­ments, Kompo­si­ti­ons­auf­träge, Drehbü­cher, Roman­vor­lagen: Das sind ständige kosten und obwohl es jetzt keine Konzerte oder Auftritte gibt, müssen diese gemacht werden, um die Programme für 2021 zu planen, auszu­pro­bieren etc.
  2. Kauf von Instrumentenzubehör/ KEINE neuen Instru­mente, Material für die Schau­spie­lerei: Es sind Seiten bei den Strei­chern, Blätter, Mundstücke bei den Bläsern.
  3. Equip­ment für Audio /Video Aufnahmen: Kamera, Mikrofon , Kopfhörer, Software, aber auch entspre­chende Fortbil­dungen, online. Tutorials um das Ganze zu verstehen. Bei den Geräten handelt es sich natür­lich vor allem um Sachen die ersetzt werden mussten.
  4. Reise­kosten: Auch wenn es jetzt kaum Konzerte oder Auftritte gibt, müssen trotzdem Reisen unter­nommen werden. Es sind Treffen mit Inten­danten, die wegen der Pandemie das ganze Spiel­plan ändern und auf kleinere Beset­zungen greifen, oder aber Treffen für gemein­same Proben mit anderen Künst­lern für bevor­ste­hende, festge­buchte Konzerte nach dem Sommer und im nächsten Jahr.
  5. Künst­ler­agen­turen: es gibt bekannt­lich verschie­dene Geschäfts­mo­delle wie eine Künst­ler­agentur funktio­niert. Oft wird eine Provi­sion von dem jewei­ligen Konzert genommen, viele nehmen aber darüber hinaus noch einen Monat­li­chen Abschlag unabhängig von der Konzert­zahl, quasi für die ständige Arbeit. Und gerade jetzt haben die Agenten sehr viel Zeit und arbeiten mit Nachdruck für die nächste Saison und wollen weiterhin bezahlt werden.
  6. ein Atelier, das dem Publikum täglich öffent­lich zugäng­lich ist. Im vorderen Bereich wird ein Raum zur Präsen­ta­tion der eigenen Kunst­werke genutzt. In diesem Raum müsste jetzt eine Wand gestri­chen werden, da ich für den eine online-Vernissage plane. Kann ich die Kosten für die Farbe etc. als Betriebs­kosten im Rahmen der Sofort­hilfe geltend machen? Ja.
  7. Irgend­wann habe ein Kunst­buch heraus­ge­geben. Davon sind 100 Exemplare gedruckter, plan liegender Seiten, die im Mai binden lassen wollte. Kann ich diese Kosten als Betriebs­kosten im Rahmen der Sofort­hilfe absetzen? Ja.

Ganz allge­mein gilt: Die Ausgaben müssen verhält­nis­mäßig sein und sollten den bishe­rigen Gepflo­gen­heiten des Betriebes entspre­chen. Die Sofort­hilfe ist eine Liqui­di­täts­hilfe zur Überbrü­ckung von finan­zi­ellen Engpässen, nicht die Gelegen­heiten endlich das anzuschaffen, was man in den letzten fünf Jahren immer schon mal anschaffen wollte. Spezi­elle Ausgaben, die gerade wegen der Corona-Krise anfallen, sind aber natür­lich möglich.

Noch unklar ist
 ob Werbungs­kosten pauschal, derzeit 1.000 Euro p.a., oder nur in tatsäch­li­cher Höhe veran­schlagt werden können. Für den Zeitraum würde dies eine pauschale Anrech­nung von 250,- € bedeuten. (Die Aller­meisten sollten aber doch mehr an Ausgaben zusammen bekommen.)
– das Problem derer, die vor dem 1. April den Antrag gestellt hatten und nach den damaligen Krite­rien mehr als 2.000,- € Lebens­hal­tungs­kosten für sich in Anspruch nehmen durften. Das müsste juris­tisch geklärt werden, macht aber gerade keiner. Alter­nativ dazu steht aus meiner Sicht natür­lich jedem frei, sich darauf zu berufen und sich ggf. mit dem/der Sachbearbeiter*in darüber ausein­ander zu setzen. Das ist eine Frage des persön­li­chen Risiko­ma­nage­ments.

Nicht möglich ist die Anrech­nung von:
 Lebens­hal­tungs­kosten für Solo-Selbstständige und Freibe­rufler
– Privaten Kranken­ver­si­che­rungs­bei­trägen
– Privaten Mietkosten
– GmbH-Gesellschafter-Geschäftsführerbezügen
– Betrieb­li­chen Neuin­ves­ti­tionen (Die Grenze liegt bei 800,- € pro Ausgabe)
– laufenden Perso­nal­kosten und Gehäl­tern
– von größeren Inves­ti­tionen, auch wenn die als Ersatz notwendig geworden   sein sollten. Diese müssen je nach Art der Anschaf­fung abgeschrieben werden.   Manchmal hilft es, wenn man Anschaf­fungen sinnvoll aufteilt. (Beispiel:   Anschaf­fung eines PC, mit Bildschirm, Maus, Tastatur, etc.)
– Ausgaben für Gewer­be­steuer und Körper­schafts­steuer, Umsatz- und   Lohnsteuer
– Ausgaben für Einkom­mens­steuer: Die Unklar­heiten zur Einkom­mens­steuer   sind besei­tigt. Es gibt keine Möglich­keit die Einkom­mens­steuer für das laufende Jahr zu berück­sich­tigen.

Unklar ist auch noch, wie mit denje­nigen verfahren wird, die keine Steuer­erklä­rungen erstellen können bzw. deren Kunst als „Liebha­berei“ vom Finanzamt erklärt wird, sie Rentner*innen sind oder aus anderen Gründen keine Erklä­rung abgeben.

Oliver Schuß – Kalter Kafka

Leider müssen wir die Ausstel­lung Kalter Kafka von Oliver Schuß, die Anfang April eröffnet werden sollte, absagen. Voraus­sicht­lich wird sie Anfang 2021 nachge­holt – darauf freuen wir uns! 

 

Die Objekte und Zeich­nungen von Oliver Schuß laden den Betrachter ein, Räumlich­keit zu erfahren. Zunächst ziehen klare Linien den Blick auf sich und fordern ihn vielleicht zum Balan­cieren auf. Doch wenn der Blick sich löst, fällt er nicht in eine Leere, sondern in einen anderen Raum, der durch Kontraste geschaffen wird. Dem Innen und Aussen auf der Spur, wird der Betrachter von einer stillen Spannung erfasst und erkennt: Was in den Raum hinein­ragt, ist Objekt, aber auch Zeich­nung. Diese Zeich­nung im Raum schafft wie die Zeich­nung auf Papier Übergänge in immer andere Räume und somit Durch­läs­sig­keit, nie aber Trennung. Oliver Schuß inter­ve­niert behutsam, aber nachhaltig in das Raumver­ständnis des Betrach­ters.

Isabelle Ryf

www​.oliver​-schuss​.de

Offene Ateliers 2020

Auch dieses Jahr öffnen Bildende Künstler*innen in Köln im Rahmen der Offenen Ateliers als Teil des Kölner Kultur­herbstes ihre Ateliers für Gäste. Dies ermög­licht Austausch und Gespräche, spannende Einblicke in die Entste­hungs­pro­zesse künst­le­ri­scher Arbeiten und zeigt die Mannig­fal­tig­keit der Kölner Kunst­szene. Thema dieses Jahres ist: Skulptur, Objekt und Instal­la­tion.

Infor­ma­tionen zu den teilneh­menden Ateliers finden Sie hier.

Die Termine sind:

Links­rhei­nisch Süd: 11. – 13. September 2020

Rechts­rhei­nisch: 18. – 20. September 2020

Links­rhei­nisch Nord 25. – 27. September 2020

 

Werbe­ma­te­rial

Die Broschüre gibt eine Übersicht über alle teilneh­mende Ateliers, deren Lage und Öffnungs­zeiten: OA_2020_Doppelseiten_online

In gedruckter Form liegt sie an bekannten Kölner Stellen aus.

Das Poster in A3 ist hier zum Download verfügbar: Offene Ateliers Köln 2020

Die Einla­dungs­karte in Postkar­ten­format ist hier verfügbar: Offene Ateliers Köln 2020 Postkarte

 

Die zum Veran­stal­tungs­datum geltenden Maßnahmen zur Eindäm­mung der Corona Pandemie müssen einge­halten werden. Entspre­chend der im September geltenden Vorschriften werden wir konkrete Hinweise zu den Vorsichts­maß­nahmen veröf­fent­li­chen.

 

Anne Cichos & Heike Lessel – vorüber­ge­hend

Anne Cichos zeichnet. Sie setzt sich dabei einer­seits mit dem Material ausein­ander, anderer­seits mit Themen wie Raum, Zeit, Bewegung, Konzen­tra­tion, Ausdauer. Ursprüng­lich von der Malerei kommend, fertigt sie seit Jahren ausschließ­lich Zeich­nungen, mal als Einzel­ar­beiten, mal als Serien – bis hin zu wandfül­lenden Instal­la­tionen. In ihren Arbeiten eröffnet sie einen Dialog zu anderen Kunst­formen, vor allem Malerei und Fotografie, in deren Grenz­be­reiche sie mimetisch vorstößt.

Heike Lessel malt. Sie schichtet Pigment­lasur auf Pigment­lasur in unzäh­liger Folge zu einem monochromen Farbraum, in dem eine Form oder Zeich­nung zu erahnen ist. Die Konturen bleiben dabei unscharf, unkon­kret, unfassbar. Es scheint eine Bewegung zu entstehen, sacht, aber stetig. Diese Inter­fe­renzen kommen im leben­digen Tages­licht am besten zur Geltung. So strahlen die stillen Arbeiten in ihrer satten Farbig­keit auf den Raum aus.

 

Vernis­sage: Do, 27.02.20, 19 Uhr

Laufzeit:  27.02.20 – Ostern

Programm Matjö 2020

Wir freuen uns, zahlreiche Ausstel­lungen und Veran­stal­tungen im Jahr 2020 ankün­digen zu dürfen!

Unser Ausstel­lungs­pro­gramm 2020

bis 30.01.2020: Chris­tine Reifen­berger
27.02.20 – 26.03.20: Heike Lessel & Anne Cichos
02.04.20 – 30.04.20: Oliver Schuß => verschoben auf 2021
07.05.20 – 04.06.20: Sarah Hoffmann
10.06.20 – 09.07.20: Denise Winter
15.07.20 – 19.07.20: Rundgang KHM
06.08.20 – 03.09.20: Künstler*innengruppe um Neumann Ulf & Dettmar Andrea
10.09.20 – 08.10.20: Oliver Kunkel
15.10.20 – 12.11.20: Rene Kersting
19.11.20 – 17.12.20: Chris­tian Doeller

 

Offene Ateliers 2020

Auch die Offenen Ateliers kommen 2020 auf uns zu. Der Schwer­punkt dieses Jahr wird auf Skulptur / Objekt liegen.

Die Termine sind:

Links­rhei­nisch Süd: 11. – 13. September 2020
Rechts­rhei­nisch: 18. – 20. September 2020
Links­rhei­nisch Nord 25. – 27. September 2020

 

Künstler*innenverzeichnis der Stadt Köln

Das digitale Künstler*innenverzeichnis der Stadt Köln ist aktuell unter Bearbei­tung und soll nach ein paar Ergän­zungen und Änderungen neuen Schwung erhalten.

 

Workshops

In Koope­ra­tion mit dem LabK des Landes NRW (www​.labk​.nrw) sind für 2020 drei Veran­stal­tungen geplant. Die erste wird unter dem Titel „Wie schreib ich’s? Kurztext zur eigenen Arbeit“ voraus­sicht­lich im Juni durch­ge­führt, eine weitere Veran­stal­tung wird es im Herbst zum Thema „Selbst­po­si­tio­nie­rung im Kunst­feld“ geben. 
Beide Veran­stal­tungen werden von der Kunst­wis­sen­schaft­lerin Birgit Effinger durch­ge­führt.

Die dritte Veran­stal­tung wird sich mit kosten­güns­tiger (Eigen-) Gestal­tung von Websites sowie mit den Basics der Online-Präsentation für Künstler*innen beschäf­tigen. Hierfür wird noch ein/e Referent*in gesucht.

Alle Veran­stal­tungen sind für die Teilnehmer*innen kosten­frei.

 

Indivi­du­elle Beratungen

Auch für indivi­du­elle Beratungen steht das Matjö offen: Nach Termin­ab­sprache steht das Team des BBK Kultur­werks an jedem Mittwoch und Donnerstag für Beratungen zu berufs­prak­ti­schen Themen zur Verfü­gung. Die Beratungen sind für alle Künstler*innen offen und werden vorwie­gend zu den Themen­kom­plexen Künst­ler­so­zi­al­kasse, Urheber­recht und Vertrags- und Steuer­an­ge­le­gen­heiten geführt.

 

Matjö 2019

2019 haben bei uns ausge­stellt:

Antje Seeger

Paula Pedraza

Marco Roos

Vesko Gösel

Susanne Themlitz

Im Rahmen des Rundgangs der KHM: Anne Arndt und Anna Bandke, Antonia Koerfer, Soojin Ok & Luisa Stricker

Jonny Isaak & Nina Rezag­ho­linia

Jeannette Fabis

Susanna Schoe­n­berg

Chris­tine Reifen­berger

 

Ein Exemplar des Katalogs mit unseren Ausstel­lungen 2019 wie auch die Kataloge der Vorjahre können Sie bei uns im Matjö abholen.

Matjoe_2019

Susanna Schoe­n­berg — Tele-Interiors — Innen­an­sichten im Außen­raum zeigen

Die Überschrei­tung der Grenze einer Privat­heit schafft (lokali­sierte) Öffent­lich­keit: Das Schau­fenster des Matjö zeigt einen Video­stream von Interi­euren seiner Nachbar­schaft. Bilder von Räumen werden zugäng­lich gemacht, situa­tive Ansichten zur Schau gestellt — ohne beson­dere drama­tur­gi­sche Erwar­tung, ohne Fokus­sie­rung, außer einer (verhan­del­baren) Zensur sensi­bler Erkenn­bar­keiten. Tag und Nacht beiläufig im Bilde sein.

www​.susanna​-schoe​n​berg​.net

Am 13.11.2019 ab 19 Uhr findet ein Künst­le­rin­nen­ge­spräch zwischen Susanna Schoe­n­berg und Dr. Stefanie Stall­schus statt.
Dr. Stefanie Stall­schus ist freie Kunst­his­to­ri­kerin in Berlin, sie lehrt u.a. an der Univer­sität Zürich und der Neuen Schule für Fotografie Berlin. Derzeit forscht sie zur immer­siven Ästhetik von Nacht­auf­nahmen in Fotografie, Bewegt­bild­me­dien und digitalen Instal­la­tionen.

 

 

INFOVER­AN­STAL­TUNG:  KSK & Steuern

Infor­ma­ti­ons­ver­an­stal­tung am 14.01.2020

Themen:

Anmel­dung bei der Künst­ler­so­zi­al­ver­si­che­rung (KSK) • Mindest­ein­kommen in der KSK • Sonder­re­ge­lungen für Berufs­an­fänger • Prüfung durch die KSK • Kranken­ver­si­che­rungs­arten bei der KSK • Wann müssen Auftrag­geber (sog. Verwerter) Abgaben an die KSK zahlen? • Zusätz­liche Renten­ver­si­che­rungen (Riester-Rente und priv. Vorsorge)

Anmel­dung beim Finanzamt • Ab welcher Einkom­mens­höhe muss Einkom­men­steuer gezahlt werden? • Mehrwert­steu­er­re­ge­lungen • Gewinn­ermitt­lung • Steuer­erklä­rung • Laufende Geschäfts­füh­rung: Gewinn- und Verlust­rech­nung • Rechnungs­le­gung und Aufbe­wah­rungs­fristen

mit Monika Heinzel­mann (Künst­ler­so­zi­al­kasse) und Chris­toph Stüvel (Steuer­be­rater)

Termin: 14.01.2020, 19 Uhr 

Veran­stal­tungsort:

Kunst­hoch­schule für Medien Köln
Filzen­graben 18 – 24
Seminar­raum 018/019 
(Hinterhof, linke Seite im Erdge­schoss)

Eintritt frei! Keine Anmel­dung nötig

Open Call 2020

/english below

 

Für das Ausstel­lungs­pro­gramm 2020 im Matjö – Raum für Kunst werden ab sofort Bewer­bungen angenommen. Die Ausschrei­bung richtet sich vorrangig an Bildende Künst­le­r*innen und Medien­künst­le­r*innen, sparten­über­grei­fende Projekte sind auch willkommen. Die  Ausstel­lungen laufen in der Regel 3 – 4 Wochen, kürzere Projekte wie Perfor­mances können gerne vorge­schlagen werden.

Künstler*innenhonorare und Zuschüsse zu den Ausstel­lungs­kosten können gezahlt werden.

Bitte sendet euren Projekt­vor­schlag + Vita + Arbeits­bei­spiele mit Kontakt­daten bis zum 31. Oktober 2019 mit dem folgendem Formular an uns.

Wir melden uns bei allen, die sich bewerben bis spätes­tens Ende des Jahres.

Wir freuen uns auf eure Vorschläge!
Euer Team Matjö

MATJÖ – Raum für Kunst ist der Projekt- und Ausstel­lungs­raum des gemein­nüt­zigen Kultur­werks des BBK Köln e.V.

 

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Appli­ca­tions are now being accepted for the 2020 exhibi­tion programm at Matjö — Raum für Kunst. The compe­ti­tion is prima­rily aimed at visual and media artists, inter­di­sci­pli­nary projects are also welcome. Ordina­rily, the exhibi­tions run for 3 – 4 weeks, shorter projects such as perfor­mances are welcome.

Artist fees and subsi­dies for exhibi­tion costs can be paid.

Please send us your project proposal + work examples + CV with contact details until 31 October 2019 using the following form.

We will contact all appli­cants by the end of the year at the latest.

We are looking forward to your sugges­tions!
Your Team Matjö

MATJÖ — Raum für Kunst is the project and exhibi­tion space of the non-profit cultural work of the BBK Köln e.V. (BBK Cologne).