Rune Elgaard: Moments Of Hesita­tion

                                   
Finis­sage: Do 13. Oktober, 19 Uhr

Rune Elgaards künst­le­ri­sche Praxis umfasst Gemälde und Zeich­nungen, in denen er Fotorea­lismus und nicht­fi­gu­ra­tive Darstel­lungen verbindet. Dabei bedient er sich Fundstü­cken, advice die er ähnlich wie in der Collage aus ihrem Kontext reißt. Seine Arbeiten besitzen dabei eine geradezu zynische Präzi­sion, aber sie bleiben dabei gleich­zeitig als Gemälde oder als hapti­sche Zeich­nung erfahrbar. Der Betrachter befindet sich buchstäb­lich an der Grenze der Objekte, wenn er den Arbeiten von Elgaard gegen­über­steht. Die Wahl seiner Motive sieht aus, wie die Szene, die ein Fotograf durch seine Linse sieht, kurz bevor er sein finales Bildmotiv wählt. Die Aufmerk­sam­keit des Betrach­ters wird auf diese Lücke gelenkt, an die Peripherie und auf den Moment bevor etwas Drama­ti­sches oder Triviales passiert. Michel Foucault benutzt den Begriff der Hetero­topie, um Räume zu beschreiben, die mehrere Schichten von Bedeu­tung haben oder die mehrere Bezie­hungen zu andren Räumen haben, als das Auge direkt wahrnehmen kann. Dies sind die Räume des Anders­seins, die weder hier noch dort sind, die gleich­zeitig physisch und geistig sind, so wie der Raum in einem Telefon­ge­spräch oder der Moment, wenn man sich selbst im Spiegel sieht. Nach Foucault hat das Schiff die größte Hetero­topie. Es ist ein Ort, der durch Bewegung charak­te­ri­siert wird, der immer auf dem Weg zu einem anderen Ort ist, es ist ein Nicht-Ort. In der Ausstel­lung Moments Of Hesita­tion präsen­tiert Rune Elgaard eine Serie von Gemälden, die sich mit der Dualität und den Gegen­sätze zwischen bestimmten Momenten und Räumen befassen. Die Ausstel­lung richtet sich weder allein an die Wahrneh­mung, noch bietet sie einen rein konzep­tu­ellen Ansatz. Sie oszil­liert zwischen beiden Ansätzen und kann als eine Hetero­topie gelesen werden, die gemacht wurde, um die Einbil­dungs­kraft zu erregen.
http://​www​.runeel​gaard​.com

 

Rune Elgaard’s practice spans painting and drawing and utilises tension between photo­rea­lism and non-figurative imagery. His source material is found footage and he disrupts contex­tua­lity by combi­ning images similar to the making of a collage. The works have an almost cynical sense of accuracy but they are simul­ta­ne­ously tactile as they are either drawn or painted. 
You are liter­ally on the edge of things when confronted with a work by Elgaard. His choice of motifs looks like a scene a photo­gra­pher would see though the lens just before selec­ting the image. Your atten­tion is drawn to the gap, to the periphery and to the moments before something happen, dramatic or trivial.
Michel Foucault uses the term hetero­topia to describe spaces that have more layers of meaning or relati­ons­hips to other places than immedia­tely meet the eye. These are spaces of other­ness, which are neither here nor there, that are simul­ta­ne­ously physical and mental, such as the space of a phone call or the moment when you see yourself in the mirror. According to Foucault the ship is the utmost hetero­topia. It is a place charac­te­rized by movement, constantly on the way to other places without ever really arriving, it is a no-place.
In Moments Of Hesita­tion Rune Elgaard presents a series of paintings that address the duality and contra­dic­tions of certain moments and spaces.The exhibi­tion offers neither a purely percep­tual or concep­tual experi­ence. It oscil­late between the two and can be seen as a hetero­topia made to arouse the imagi­na­tion.
http://​www​.runeel​gaard​.com

 

 

15. September – 13. Oktober 2016
Eröff­nung: Do 15. September, 19 Uhr
Finis­sage: Do 13. Oktober, 19 Uhr
Geöffnet Di, Mi, Do jeweils 15 – 18 Uhr u. n. V.