Liza Dieckwisch & Kathrin Graf – sweet velvet dreams and crispy clouds
Finissage: Do, 15.10.26


Laufzeit: 10.09. – 15.10.26
Eröffnung: 10.09.26, 19 Uhr
Finissage: 15.10.26, 19 Uhr
Marshmallows, Popcorn, Kokosbälle, Fruchtbonbons, witzige Würmchen, Schleckmuscheln, Maoam, Party Rolls, Fruiti’s, Brause, Lollies, Gummibärchen, bunte Kaugummikugeln, Alaaf, Kamelle, Rausch.
In der Ausstellung sweet velvet dreams and crispy clouds greifen Liza Dieckwisch und Kathrin Graf das Rauschgefühl des Kölner Karnevals auf und verwandeln den Matjö-Raum in ein flüchtig schäumendes, buntes Konfetti-Meer aus Wurfmaterial, Schaumzucker, Sahnetorten auf Stoff, Gelatine, schäumende Waffeln aus Silikon, Velvet Brezeln, Rasierschaum, Wolken aus Marshmallowcreme und Zuckerstreuseln. Im Laufe der Dauer der Ausstellung werden die Materialien zusammenfließen, verschmelzen und kristallisieren.
Zertreten, zerkleinert, zermalm, lösen sich die Kamelle langsam im Regen auf, es schäumt. Die Kehrmaschinen drehen ihre Pirouetten. Tütenweise Sweets, von denen man sich die “besten” raussucht und am Ende nicht weiß, wohin mit dem Rest. Entweder werden sie über die nächsten Monate hinweg vernichtet oder landen im Müll.
sweet velvet dreams and crispy clouds feiert das Sinnliche, den Genuss und die Lebensfreuden, gleichzeitig werden Themen wie Ernährungsweisen, Transformation, Konsum, Überfluss und Umweltverschmutzung angesprochen.
Schwerpunkt von Liza Dieckwischs künstlerischer Arbeit ist das trägerlose Bild aus Farbe. Sie interessiert sich für die Möglichkeiten eines offen und flexibleren Bildverständnisses. Dabei beschäftigt sie sich vor allem mit der Autonomie von Farbe im Raum: eine selbst tragende Farbe, die unabhängig von einem Bildträger ist und dadurch eine direkten Bezug zum Raum erhält. Farbe kann dabei sowohl als architektonisches Element, Wandmalerei oder auch Teil einer Landschaft in Erscheinung treten.
Kathrin Grafs materialbasierter Ansatz erforscht die interaktive Beziehung zwischen Körper und Materie sowie ihre soziale Bedeutung. Inspiriert vom Neuen Materialismus experimentiert Graf mit einer Vielfalt an Bau- und Alltagsmaterialien wie Kleister, Gips, Streichkalk, Rasierschaum und Silikon. Die körperliche und sinnliche Erfahrung steht im Mittelpunkt ihrer Arbeit, wobei das Material als aktiver Partner in ihrem Gestaltungsprozess betrachtet wird. Graf erforscht Themen wie Unsicherheit, Flüchtig,- Lebendig- und Sinnlichkeit in einer zunehmend digitalisierten, kontrollierten und sicherheitsstrebenden Gesellschaft.






Fotos 1, 6, 7: Liza Dieckwisch & Kathrin Graf, sweet velvet dreams and crispy clouds, Matjö, Köln, 2026. Foto: David Ertl © VG Bild-Kunst, Bonn
Fotos 2 – 5: Liza Dieckwisch & Kathrin Graf, sweet velvet dreams and crispy clouds, Matjö, Köln, 2026. Foto: Fabian Hochscheid © VG Bild-Kunst, Bonn