Infos für Künstler*innen während COVID-19

Gesam­melte Links

Liebe Künstler*innen, liebe Besucher*innen,

Hier sammeln wir alle Infor­ma­tionen und Links, die für Künstler*innen in der aktuellen Situa­tion wichtig sein können.

 


UPDATE bezüg­lich der NRW Sofort­hilfen (12./13.05.20)

Neuig­keiten bezüg­lich NRW Sofort­hilfe (9000/50000€), Auszüge aus dem Corona-Rundbrief Nr.19 des Kultur­rats NRW:

  • Von der NRW Sofort­hilfe 2020 dürfen 2.000 Euro von den 9.000 Euro für Lebens­hal­tungs­kosten verwendet werden, sofern man diese vor dem 1. Mai bezogen hat
  • Alle Solo-Selbstständigen sind verpflichtet, am Ende des dreimo­na­tigen Bewil­li­gungs­zeit­raums eine Erklä­rung abzugeben. Darin legen sie dar, ob sie die NRW-Soforthilfe vollständig zur Deckung des Corona-bedingt entstan­denen Liqui­di­täts­eng­passes benötigt haben. Andern­falls müssen sie zu viel erhal­tene Hilfe zurück­zahlen. Die nun getrof­fene Regelung sieht vor, dass sie bei diesem Nachweis 2.000 Euro für den Lebens­un­ter­halt ansetzen können.
  • Voraus­set­zung ist, dass die Antrag­steller weder im März noch im April ALG II beantragt haben. Nicht gewährt wird dieser indirekte Zuschuss des Landes auch, wenn sie bereits eine Unter­stüt­zung aus dem Sofort­pro­gramm des Minis­te­riums für Kultur und Wissen­schaft für Künst­le­rinnen und Künstler erhalten haben.

Regelungen bezüg­lich des Sofort­hil­fe­pro­gramm für freischaf­fende Künst­le­rinnen und Künstler (2000€). Die ursprüng­lich 5 Millionen wurden auf 32 Millionen erhöht.

  • Antrags­be­rech­tigte, die bereits einen Antrag gestellt haben, bislang aufgrund der Mittel­be­gren­zung auf fünf Millionen Euro jedoch nicht zum Zuge gekommen sind, erhalten unter Nachweis ihrer künst­le­ri­schen Tätig­keit (Mitglied­schaft in Künst­ler­so­zi­al­kasse oder anderem Künst­ler­bund) einen finan­zi­ellen Zuschuss für ihren Lebens­un­ter­halt in Höhe von 2.000 Euro für die Monate März und April. Voraus­set­zung ist, dass sie im März und April keine Leistungen aus dem MKW-Programm, der NRW-Soforthilfe 2020 oder der Grund­si­che­rung bezogen haben.
  • Auch die Unter­stüt­zung für jene Antrags­steller, deren Antrag bereits positiv beschieden wurde, wird auf pauschal 2.000 Euro erhöht. Hierfür muss ein Antrag um den Diffe­renz­be­trag gestellt werden
  • Die ca. 13.000 Antrags­steller, die bislang eine Ableh­nung erhalten haben, müssen einen NEUEN ANTRAG stellen, dafür wird ein neues Online-Formular freige­schaltet (voraus­sicht­lich ab Mitte KW 21 auf der Website des Minis­te­riums)
  • Wer bis 09.04. KEINEN Antrag gestellt hatte, kann leider nicht berück­sich­tigt werden
  • Beleg­prü­fungen fallen aus
  • Es gibt also weder Aufhe­bungen der Ableh­nungs­be­scheide noch automa­ti­sche Zahlungen von Diffe­renz­be­trägen
  • Es ist eine Infor­ma­ti­ons­web­site geplant

Die Website FAQs des Kultur­rats NRW ist in diesem Zusam­men­hang sehr zu empfehlen! Sie wird stetig erwei­tert und konkre­ti­siert!

Weitere Infor­ma­tionen:

siehe Presse­mit­tei­lung des Landes NRW

siehe Website Kulturrat NRW

 


Aktua­li­sierte Infor­ma­tionen (30.4.20)

Corona-Kultur-Sprechstunde

In einem Pilot­pro­jekt bietet der Kulturrat NRW zunächst bis zum 20. Mai 2020 indivi­du­elle telefo­ni­sche Beratungen für Kultur­schaf­fende in NRW an.
Die Berater errei­chen Sie telefo­nisch ausschließ­lich zu den auf der Webseite angege­benen Zeiten:
https://​www​.kulturrat​-nrw​.de/​s​t​a​r​t​-​d​e​r​-​c​o​r​o​n​a​-​k​u​l​t​u​r​-​s​p​r​echstunde/
Die Sprech­zeiten werden wöchent­lich aktua­li­siert. Anfragen per Email sind ebenfalls möglich.
Rainer Bode (ehema­liger Geschäfts­führer der LAG Sozio­kul­tu­reller Zentren) Telefon: 0251 – 132475
Anfragen an Rainer Bode: r.​bode@​muenster.​de
Harald Redmer (Co-Geschäftsführer des NRW Landes­büros Freie Darstel­lende Künste) Telefon: 0251 – 4888339
Anfragen an Harald Redmer: CoronaKulturrat@​web.​de

Aktuelle Coronoa-Info des Kultur­rates NRW

Rundbrief Nr. 16 des Kultur­rates NRW


Aktua­li­sierte Infor­ma­tionen (06.4.20)

  • Erleich­te­rung bei der Grund­si­che­rung: Bei Anträgen zur Grund­si­che­rung zwischen März und Juni für sechs Monate erfolgt keine Vermö­gens­prü­fung und angemes­sene Vermögen (wahrschein­lich 60.000 € für den/die Antragsteller*in, plus 30.000 € pro weiteres Haushalts­mit­glied) werden nicht angerechnet, Miet- und Heizkosten für die Wohnung werden für Erstantragsteller*innen aufgrund der Corona-Krise in voller Höhe übernommen. Sollten Sie sich in einer akuten Notlage befinden, ist die örtliche Stelle der Bundes­agentur für Arbeit der Ansprech­partner. Warten Sie nicht auf den Notfall­fonds auf Bundes- Landes- oder sonstiger Ebene, sondern wenden Sie sich an die zustän­digen Stellen vor Ort. Weitere Infos auf der Website der Arbeits­agentur.
  • Um den Schaden für Solo-Selbstständige und Kleinst­un­ter­nehmen in Folge der Corona-Krise abzufe­dern, haben der Bund und das Land NRW ein Sofort­hil­fe­pro­gramm, die NRW-Soforthilfe 2020, aufge­legt. Die Landes­re­gie­rung hat beschlossen, das Angebot des Bundes 1:1 an die Zielgruppen weiter­zu­rei­chen und dabei zusätz­lich den Kreis der angespro­chenen Unter­nehmen noch um die Gruppe der Unter­nehmen mit bis zu 50 Beschäf­tigten zu erwei­tern. Die ursprüng­liche NRW-Soforthilfe bot an, dass man sich aus dem Erwirt­schaf­teten selbst ein Gehalt zahlen kann. Seit dem 1. April ist das leider vorbei, mehr dazu unter  https://​www​.kulturrat​-nrw​.de/​c​o​r​o​n​a​-​k​r​i​s​e​-​n​r​w​-​f​o​e​r​d​e​r​k​o​n​z​e​p​t​-​i​n​-​g​e​f​a​h​r​-update-04 – 04-20/ 
  •  Corona-Soforthilfe (9.000 – 50.000 €)
    • Wer wird geför­dert? Anträge können von gewerb­li­chen und gemein­nüt­zigen Unter­nehmen, Solo-Selbstständigen und von Angehö­rigen der Freien Berufe, einschließ­lich Künstler/innen, mit bis zu 50 Beschäf­tigten (umgerechnet auf Vollzeit­kräfte) gestellt werden, die im Haupt­er­werb
      • wirtschaft­lich und damit dauer­haft am Markt als Unternehmen/Freiberufler/Selbstständige tätig sind,
      • ihren Haupt­sitz in Nordrhein-Westfalen haben und
      • ihre Waren oder Dienst­leis­tungen bereits vor dem 1. Dezember 2019 am Markt angeboten haben.
      • Was wird geför­dert? Die Unter­nehmen sollen bei der Siche­rung ihrer wirtschaft­li­chen Existenz und Überbrü­ckung von akuten Finan­zie­rungs­eng­pässen, u.a. für laufende Betriebs­kosten wie Mieten, Kredite für Betriebs­räume, Leasing­raten u.ä., sowie dem Erhalt von Arbeits­plätzen durch einen Zuschuss unter­stützt werden. (Zur Reduzie­rung von Perso­nal­kosten gibt es das Kurzar­bei­ter­geld.)
         Voraus­set­zung: erheb­liche Finan­zie­rungs­eng­pässe und wirtschaft­liche Schwie­rig­keiten in Folge von Corona. Dies wird angenommen, wenn– mehr als die Hälfte der Aufträge aus der Zeit vor dem 1. März durch die Corona-Krise wegge­fallen ist (d.h. sich das Volumen des Auftrags­be­standes mehr als halbiert hat)
      • oder die Umsätze gegen­über dem Vorjah­res­monat mehr als halbiert sind (für einen noch im März gestellten Antrag werden die Umsätze im Monat März 2020 gegen­über dem Monat März 2019 zugrunde gelegt. Wird der Antrag im April 2020 gestellt, ist der Vergleichs­monat April 2019. Kann der Vorjah­res­monat nicht heran­ge­zogen werden (z.B. bei Gründungen), gilt der Vormonat.
      • oder die Möglich­keiten den Umsatz zu erzielen durch eine behörd­liche Auflage im Zusam­men­hang mit der COVID-19 Pandemie massiv einge­schränkt wurden
      • oder die vorhan­denen Mittel nicht ausrei­chen, um die kurzfris­tigen Verbind­lich­keiten des Unter­neh­mens (bspw. Mieten, Kredite für Betriebs­räume, Leasing­raten) zu zahlen (= Finan­zie­rungs­eng­pass)
      • "Soloselb­stän­dige im Haupt­er­werb beziehen ihren Lebens­un­ter­halt aus ihrer selbst­stän­digen Tätig­keit und müssen daher auch ihr eigenes Gehalt erwirt­schaften, um ihren Lebens­un­ter­halt zu  bestreiten. Sofern der Finan­zie­rungs­eng­pass beim Soloselbst­stän­digen im Haupt­er­werb dazu führt, dass er sein regel­mä­ßiges Gehalt nicht mehr erwirt­schaften kann, dient die Sofort­hilfe auch dazu, das eigene Gehalt und somit den Lebens­un­ter­halt zu finan­zieren.“  Dieser Passus ist seit dem 1.4.20 mit Anpas­sung an die Bundes­richt­li­nien NICHT mehr gültig!!!  Die Verbände protes­tieren z.Zt. vehement für eine neue Anpas­sung an die Arbeits- und Lebens­be­din­gungen der bildenden Künstler*innen!!!
      • Der Antrag­steller muss versi­chern, dass der Finan­zie­rungs­eng­pass nicht bereits vor dem 1. März bestanden hat. Der Antrag­steller muss zusätz­lich erklären, dass es sich bei dem Unter­nehmen zum Stichtag 31. Dezember 2019 nicht um ein "Unter­nehmen in Schwie­rig­keiten" handelte.Informationen zu den Voraus­set­zungen, die erfüllt werden müssen, sowie den Antrag gibt es hier.

Was können selbstän­dige Künstler*innen noch tun?

• In der Künst­ler­so­zi­al­ver­si­che­rung versi­cherte Künstler*innen sollten jetzt, wenn sie absehen können, dass sie das im Voraus gemel­dete Einkommen nicht errei­chen, direkt eine neue Einkom­mens­schät­zung an Künst­ler­so­zi­al­kasse senden. Die Künst­ler­so­zi­al­kasse hält hierfür eine Reihe an Formu­laren bereit.

• Sinnvoll kann auch die Beantra­gung auf Herab­set­zung der Steuer­vor­aus­zah­lungen bei ihrem Finanzamt sein. Eine Anlei­tung dazu findet sich hier: https://​www​.finanz​ver​wal​tung​.nrw​.de/​d​e​/​s​t​e​u​e​r​e​r​l​e​i​c​h​t​e​r​u​n​g​e​n​-​a​u​f​g​r​u​n​d​-​d​e​r​-​a​u​s​w​i​r​k​u​n​g​e​n​-​d​e​s​-​c​oronavirus

Darüber hinaus besteht die Möglich­keit die Frist­ver­län­ge­rung zur Abgabe der Jahres­steu­er­erklä­rung, die Frist­ver­län­ge­rung für die Nachrei­chung von angefor­derten Unter­lagen und Belegen oder den Antrag auf Erlass festge­setzter Verspä­tungs­zu­schläge bei (rückwir­kender) Frist­ver­län­ge­rung zu beantragen.

• Und ganz wichtig: Dokumen­tieren Sie Ihre Einnah­me­aus­fälle.


Weitere Infor­ma­tionen

Aktuelle Hinweise der Künst­ler­so­zi­al­ver­si­che­rung KSK
Hinweise der VG Bild-Kunst zu Corona
Weitere aktuelle Infor­ma­tionen (Tolle Zusam­men­stel­lung!)
Der BBK Bundes­ver­band stellt alles Wissens­werte auf seiner Homepage zur Verfü­gung, z.B. auch eine Hilfe zur Dokumen­ta­tion von Einnah­me­aus­fällen!

Ver.di: FAQ für Solo-Selbständige

 


Etwas off-Topic, aber dennoch relevant:

Umfrage des BBK Bundes­ver­bandes 

Umfrage zur wirtschaft­li­chen und sozialen Situa­tion Bildender Künst­le­rinnen und Künstler gestartet. Erneut erhebt der BBK Bundes­ver­band umfas­send Daten, die  für eine wirksame Inter­es­sen­ver­tre­tung gebraucht werden. Das wird in Zeiten von existenz­be­dro­henden Einbußen in der aktuellen Corona-Pandemie noch deutli­cher. Wir bitten Euch daher herzlich um Betei­li­gung!  Die Fragen können online beant­wortet werden https://​umfrage​.bbk​-bundes​ver​band​.de oder mit der angehängten PDF beant­wortet werden. Diese dann bitte mit dem Betreff „Antwort Umfrage“ an info@​bbk-​bundesverband.​de zurück­senden.

Danke!


 

Schicken Sie uns gerne weitere Links, die hier ihrer Meinung nach fehlen!

Viel Kraft und bis hoffent­lich bald,

Euer Team des Matjö