Chris­tian Berg – Ahab’s twist

23.08 – 20.09 Eröff­nung 23. 08., 19 Uhr Special Event 06.09., 19 Uhr

Mit seiner auf das Wesent­liche reduzierten Formen­sprache und durch die Wahl seiner Materia­lien, verweist Chris­tian Berg auf die elemen­taren Fragen der Bildhauerei. Sei es durch Brüche im Beton oder die — scheinbar — mühelos senkrecht stehende Sandar­beit. Stabi­lität, Spannung und ihre entge­gen­ge­setzten Kräfte bilden den Weißab­gleich der daraus resul­tie­renden Skulp­turen. Dieses ist jedoch nur eine Spur, die der Künstler verfolgt um das Wesen des Objektes begreifbar zu machen. Bei der Wandar­beit aus Sand „as natural as possible“ steht die Physis im Hinter­grund und gibt den Raum frei für den Gedanken an die Vergäng­lich­keit. Dieses unange­nehme Faktum löst jedoch der Künstler durch die Subjekt‐Objekt‐Spaltung.

Bei der Wahl der Materia­lien treten immer wieder Bezüge zum urbanen Umraum auf. So auch bei der Wandar­beit namens „Spin“: Ein circa 2 Meter langes Beton­brett, welches mehrfach gebro­chen wurde, mittels eines Eisen­drahtes und der Eisen­ar­mie­rung seine Richtung erhält und aufgrund dessen das Kräfte­ver­hältnis wieder austa­riert. Beton, ein spröder Baustoff, dessen ästhe­ti­sche Beschaf­fen­heit eher gering scheint, der nahezu infla­tionär im Stadt­bild vorkommt und somit kaum ein materi­elles Allein­stel­lungs­merkmal besitzt, fordert den Künstler heraus, um daran seinen ästhe­ti­schen Maßstab zu setzen und es in etwas zu trans­for­mieren, welches die materi­elle Banalität verlässt. So, an die von Ihm gewählte Materia­lität gebunden, sucht und findet der Künstler das Wesen­hafte in seinen Arbeiten.