Recherche- und Arbeits­sti­pen­dien

Ausschrei­bung beendet

Die Bewer­bungs­phase für die erste Runde der Recherche- und Arbeits­sti­pen­dien Bildende Kunst der Stadt Köln ist abgeschlossen. Vielen Dank für die tollen Bewer­bungen!

Die Jury, bestehend aus

Rochus Aust, Köln, Instal­la­ti­ons­künstler, Renata Cervetto, Berlin, zur Zeit im Kurato­ren­team der 11. Berlin Biennale, Maurice Funken, Aachen, Direktor Neuer Aachener Kunst­verein, Ulrike Möschel, Düssel­dorf, Bildende Künst­lerin, Aneta Rostkowska, Köln, Direk­torin Temporary Gallery Köln, Juryvor­sitz

tagte Anfang Februar 2020 und traf eine Auswahl aus den über 170 Bewer­bungen.

Breit war die Alters­panne der Bewerber*innen: Zwischen der jüngsten Bewer­berin und dem ältesten Bewerber liegen 44 Jahre. Mit der jüngsten Stipen­diatin, 1990 geboren, und dem ältesten Stipen­diaten, 1950 geboren, spiegelt sich dieses breite Alters­spek­trum auch bei den ausge­wählten Stipendiat*innen wieder.

Ebenso in der Wahl ihrer Themen und Medien bilden sie die Vielfäl­tig­keit künst­le­ri­scher Praxis ab. Bewegt­bild­me­dien wie Video­kunst und künst­le­ri­scher Dokumen­tar­film sind ebenso vertreten wie fotogra­fi­sche und archi­va­ri­sche Vorhaben. Aber auch perfor­ma­tive Ansätze, experi­men­telle Klang­kunst, künst­le­ri­sche Recher­chen sowie weitere konkrete Arbeits­vor­haben werden geför­dert.

Die Jury wählte folgende dreizehn Stipendiat*innen aus dem künst­le­ri­schen und zwei aus dem kurato­ri­schen Bereich aus.

Künstlerinnen/Künstler:
Wadim Arkadii, Ale Bachlechner, Viktor Brim, Laurentia Genske/Jule Katinka Cramer, Selma Gülto­prak, Echo Ho, Olga Holzschuh, Katha­rina Jahnke, Chris­tina Kramer, Niels Mlynek, Benjamin Ramírez Pérez, Şirin Şimşek und Eusebius Wirdeier

Kuratorin/Kurator:
Lisa Kloster­kötter, Thomas Reul

Mitte des Jahres wird eine Veran­stal­tung mit allen Stipendiat*innen 2019 zum Erfahrungs- und Fachaus­tausch der ersten Stipen­di­en­runde in der Temporary Gallery statt­finden. Der genaue Termin wird noch bekannt­ge­geben.


Ausschrei­bungs­text:

Erstmals werden 2019 in Köln 15 „Recherche- und Arbeits­sti­pen­dien Bildende Kunst“ vergeben, die im Zuge der indivi­du­ellen Künstler*innenförderung mit Mitteln der Stadt Köln ausge­stattet und die in der Pilotie­rungs­phase vom Kultur­werk des BBK Köln ausge­schrieben werden. Die alters­un­ab­hän­gigen Stipen­dien sollen profes­sio­nellen Kölner Künstler*innen sowie Kurator*innen der bildenden Kunst ermög­li­chen, sich für die Zeit der Förde­rung ohne wirtschaftlich-materiellen Zwang auf ein indivi­du­elles künst­le­ri­sches Projekt konzen­trieren zu können. Ab 2019 werden die Stipen­dien jährlich vergeben und sind mit jeweils 5.000 € dotiert. Das Konzept wurde 2019 vom Kulturamt und dem Kultur­werk des BBK – in Abstim­mung mit dem Netzwerk AIC und der Kölner Kultur­po­litik – entwi­ckelt.

Bewer­bungen für das laufende Jahr können bis zum 31.12.2019 an das Kultur­werk des BBK Köln gerichtet werden.

Zweck der Förde­rung

Die künstlerische/kuratorische Entwick­lung setzt insbe­son­dere die Erschlie­ßung neuer eigener Ideen und Ansätze voraus. Aus diesem Grund soll den Stipendiat*innen die Möglich­keit zur Durch­füh­rung selbst gewählter Recherche- und Arbeits­vor­haben gegeben werden wie z.B.:

  • Recherche oder Vorar­beit an einem bestimmten Thema
  • Entwick­lung von Projekten
  • Erschlie­ßung neuer/anderer Arbeits­tech­niken
  • Fortfüh­rung bzw. Vollendung bestimmter Arbeiten

Perso­nen­kreis

Die Stipen­dien sind für die künstlerische/kuratorische Entwick­lung von profes­sio­nell arbei­tenden

  • Künstler*innen
  • Kurator*innen
  • künst­le­ri­sche oder kurato­ri­sche Gruppen

im Bereich der visuellen Künste in Köln bestimmt, die sich durch ihre Arbeit ausge­wiesen haben.

Krite­rien für die Stipen­di­en­ver­gabe sind die Qualität bishe­riger künst­le­ri­scher bzw. kurato­ri­scher Arbeiten und die Qualität des Recherche-/Arbeitsvorhabens. Eine Bewer­bung kann jährlich statt­finden, eine Förde­rung aber nur alle zwei Jahre. Eine paral­lele Unter­stüt­zung durch eine Projekt­för­de­rung des Kultur­amtes oder ein weiteres städti­sches Stipen­dium ist ausge­schlossen.


Umfang der Förde­rung

Die 15 Recherche- und Arbeits­sti­pen­dien sind mit jeweils 5.000 € dotiert und werden im ersten Durch­lauf in zwei Raten à 2.500  € ausge­zahlt.


Voraus­set­zungen

  • Antragsteller*innen müssen eine künst­le­ri­sche Ausbil­dung abgeschlossen haben und/oder eine mehrjäh­rige profes­sio­nelle künstlerische/kuratorische Tätig­keit auf ihrem Gebiet nachweisen können. Krite­rien für die Vergabe eines Stipen­diums sind in erster Linie die Qualität bishe­riger künstlerischer/kuratorischer Arbeiten, die Qualität und das innova­tive Konzept des Recherche/Arbeitsvorhabens.
  • Antragsteller*innen haben im jewei­ligen Förder­jahr noch kein städti­sches Stipen­dium oder eine Projekt­för­de­rung der Stadt Köln erhalten.
  • Antragsteller*innen leben und arbeiten in Köln. Bei Gruppen soll die Mehrzahl der Gruppen­mit­glieder in Köln leben und arbeiten.
  • Antragsteller*innen sind zum Zeitpunkt des Antrags an keiner Hochschule immatri­ku­liert.

Ausschluss

Mitglieder der Jury und deren Angehö­rige sind von der Antrag­stel­lung ausge­schlossen.


Jury

Die Jury hat fünf Mitglieder, die sich aus mindes­tens zwei Künstler*innen sowie Kunsthistoriker*innen und Kurator*innen zusam­men­setzt. Die Mitglieder der Jury sind ausschließ­lich Sachverständige/Fachexperten, von denen drei Jurymit­glieder zur Vermei­dung von Befan­gen­heit nicht aus Köln kommen sollen. Die Entschei­dung der Jury kann nicht angefochten werden. Der Rechtsweg ist ausge­schlossen.


Antrag­stel­lung

Die Bewer­bung erfolgt ausschließ­lich digital mittels des unten angehängten Formu­lars.

Es muss eine PDF-Datei (max. 14 Seiten Din A4, maximal 10 MB) hochge­laden werden. Dieses PDF muss enthalten:

  • formloses Anschreiben mit Name, Adresse, Telefon­nummer, Email­adresse, Inhalts­ver­zeichnis des PDFs, max. 1 Seite
  • Projekt­be­schrei­bung, max. 1 Seite
  • Portfolio bzw. Dokumentations-/Informationsmaterial über die bishe­rige künst­le­ri­sche Arbeit d.h. Fotos oder sonstiges Bildma­te­rial abgeschlos­sener Arbeiten/Ausstellungen etc. aus den letzten fünf Jahren. Für Bewegt­bild kann Video­ma­te­rial der Arbeiten unter Angabe der Verlin­kung (ggf. mit Passwort) einge­reicht werden. Die Verlin­kung muss mindes­tens drei Monate nach Bewer­bungs­schluss noch zugäng­lich sein.
  • Künst­le­ri­scher Lebens­lauf, max. 2 Seiten
  • Kopie des Perso­nal­aus­weises (beide Seiten) oder Kopie der Melde­be­stä­ti­gung des Einwoh­ner­mel­de­amtes oder Kopie des Aufent­halts­stem­pels im Pass bei in Köln lebenden Nicht-EU-Bürger*innen

Abschluss­be­richt und Abschluss­ver­an­stal­tung

Jedes Stipen­dium muss mit einem Bericht über die Recherche- und Arbeits­er­geb­nisse abgeschlossen werden. Dieser muss spätes­tens einen Monat nach Ende des Förder­zeit­raums (Förder­zeit­raum: Februar – Mai 2020) in digitaler Form einge­reicht werden (max. 2 Seiten, PDF, 2 MB). Die Berichte sollen anschlie­ßend während einer Abschluss­ver­an­stal­tung in der Temporary Gallery kurz vorge­stellt und disku­tiert werden. Gleich­zeitig soll die Abschluss­ver­an­stal­tung der weiteren Vernet­zung und dem fachli­chen Austausch unter­ein­ander dienen.

Rückfragen zum Stipen­dium können per Email gestellt werden an: stipendien@​bbk-​koeln.​de

Bitte beachten Sie, dass wir ab dem 23.12.2019 nur spora­disch erreichbar sind – Stellen Sie Ihre Rückfragen daher am besten vor der Weihnachts­pause!


Zusam­men­fas­sung:

Bezeich­nung: Recherche- und Arbeits­sti­pen­dien Bildende Kunst der Stadt Köln
Zielgruppe: profes­sio­nelle Kölner Künstler*innen und Kurator*innen
Förder­maß­nahme: Arbeits­sti­pen­dium
Alters­be­schrän­kung: keine
Vergabe: jährlich
Reich­weite: Köln
Bewer­bungs­ver­fahren: offene Ausschrei­bung
Bewer­bung: per Online-Formular, siehe unten


Ansprech­partner:

Kultur­werk des BBK Köln e.V., Mathi­asstr. 15, 50676 Köln
Ansprech­part­nerin: Petra Gieler
E‑Mail Adresse: stipendien@​bbk-​koeln.​de

Bitte beachten Sie, dass wir ab dem 23.12.2019 nur spora­disch erreichbar sind – Stellen Sie Ihre Rückfragen daher am besten vor der Weihnachts­pause!

In Abstim­mung mit und geför­dert durch das Kulturamt der Stadt Köln